SPÖ-Zimmermann: Wien setzt nachhaltige Maßnahmen im Umweltbereich

Wien (SPW-K) - "Wien ist und bleibt Umweltmusterstadt. Das bestätigt auch die große Zahl an weiteren nachhaltigen Vorhaben der Stadt in diesem für die Lebensqualität der Menschen so wichtigen Bereich", erklärte SPÖ-Gemeinderat Paul Zimmermann am Montag im Rahmen eines Gesprächs mit dem Pressedienst der SPÖ Wien. Anlass: Die Debatte über den Budgetvoranschlag der Stadt Wien für das Jahr 2004.

"Die Wiener SozialdemokratInnen wollen erreichen, dass menschliches Handeln vom tiefen Respekt vor der organischen und anorganischen Natur getragen ist. Abgeleitet aus diesem Selbstverständnis ist die Tätigkeit der Umweltabteilung des Magistrats", erläuterte Zimmermann weiter. Er wies auf die Bedeutung der Wiener Umweltanwaltschaft, die heuer ihr zehnjähriges Jubiläum beging, hin, und skizzierte eine Reihe von wichtigen Projekten, die, so der Mandatar, u.a. auch durch die Erweiterung der EU schlagend würden. In diesem Sinne seien auch die zwischen jeweils drei Schulen in Wien und der slowakischen Hauptstadt Bratislava vereinbarten Vorhaben zum Thema "Atomgefahren -Strahlenschutz und Erneuerbare Energie" zu verstehen.

Hinsichtlich der gerade in jüngerer Vergangenheit neuerlich aufgeflammten Diskussion über Belastungen durch alte Blei-Wasserrohre versicherte Zimmermann, dass Wien der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgesprochenen Empfehlung, die Grenzwertbelastung bei Blei zu senken, selbstverständlich nachkommen werde. Wobei, so der Gemeinderat, Wien in einer deutlich günstigeren Position als andere Städte wäre. Zimmermann: "In Wien sind bislang keine Fälle von Gesundheitsstörungen durch Blei im Trinkwasser bekannt. Um trotzdem jedes Restrisiko zu vermeiden, wird Familien mit Neugeborenen eine Gratis-Wasseruntersuchung angeboten". Außerdem werde im Jahr 2007 die Auswechslung aller Bleirohre bis zu den Wasserzählern in allen Wiener Häusern abgeschlossen sein.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs erläuterte Zimmermann höchst erfolgreiche Umweltprojekte der Stadt, wie u.a. den "Ökobusiness-Plan". Auch erinnerte er an die Erstellung eines Wiener Bodenschutzgesetzes, das im kommenden Jahr vom Landtag beschlossen werde, sowie die Maßnahmen zur Luftreinhaltung und Überprüfung der Luftqualität. Zudem sei, so Zimmermann, mit der neuen Winterdienstverordnung eine Staubreduzierung sichergestellt.

Als für Wien höchst günstig bezeichnete Zimmermann die von der Kanalabteilung gewählte Finanzierungsform von Projekten durch "Cross-Border-Leasing". Allein dadurch würden in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 12,15 Millionen Euro für den Kanalbau gewonnen und zwischen 2.500 und 3.000 Arbeitsplätze geschaffen werden können. "Im Lichte dieser Zahlen sollten alle jene, die sich gegen diese Finanzierungsform entschieden haben, ihre damalige Haltung überdenken", meinte der Politiker. Ganz stolz könne Wien jedenfalls auch auf das derzeit auch international große Beachtung findende neue Glasfaserverlegungssystem in Kanalschächten sein. Diese bahnbrechende Technologie habe sich neben Österreich bereits in Süd- und Osteuropa sowie in den USA etabliert. Der Einstieg in den chinesischen Markt werden für 2004 vorbereit. Allein in Wien sei durch die Anwendung des neuen Systems den Anrainern von Straßenzügen 400 km an Aufgrabungen mit allen ihren negativen Folgen erspart geblieben.

Nicht zuletzt wies Zimmermann auch auf die umfassenden Maßnahmen im Wasserver- und Entsorgungsbereich hin, wobei er neben der Ertüchtigung der Hauptkläranlage vor allem auf die Maßnahmen Wiens zur Sicherung der Trinkwasserversorgung u.a. durch die beiden Wasserwerke Kleehäufel und Moosbrunn hinwies. Bis zur Fertigstellung Vorhaben im Jahr 2007 würden rund 70 Millionen Euro benötigt. Abschließend meinte Zimmermann, dass Wien auch im Bereich der Forstwirtschaft dem Umweltgedanken voll Rechnung trage und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der angestrebte "Biosphärenpark Wienerwald" bald verwirklicht werden könne. (Schluss)

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