Achleitner: Unrechtsbewußtsein bei Gewalt gegen Frauen schärfen

"Schwamm-Drüber" kann es bei Gewalt gegen Frauen nicht geben

Wien, 2003-11-24 (fpd) - "Gewalt gegen Frauen hat verschiedene Facetten. Das reicht von sexueller über physische bis hin zu psychischer Gewalt. Neben einer Fortführung der bisherigen gesetzlichen Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt müssen wir auch weiterhin verstärkt auf Bewußtseinsbildung und Sensibilisierung setzen", forderte heute die Bundessprecherin der Initiative Freiheitliche Frauen und parlamentarische Frauensprecherin der FPÖ, Abg. Elke Achleitner, im Vorfeld des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. ****

Gerade im Justizbereich seien unter Bundesminister Böhmdorfer ganz wesentliche Schritte zum verbesserten Schutz von Frauen vor Übergriffen gesetzt worden. " Das neue verschärfte Sexualstrafrecht stellt zum Beispiel erstmals die Vergewaltigung in der Ehe der außerehelichen Vergewaltigung gleich. Der neue "Grapscher-Paragraph" macht künftig sexuelle Übergriffe automatisch strafbar", so Achleitner. Die FPÖ-Frauensprecherin verwies auch darauf, daß es ein freiheitlicher Justizminister gewesen sei, unter dem 2001 ein Gesetz beschlossen wurde, mit dem das Verbot der weiblichen Genitalverstümmlung in das Strafrecht Eingang fand. Außerdem gebe es flächendeckend Frauenservicestellen und Interventionsstellen bei Gewalt, wobei die Mittel für Frauenprojekte seit 1999 verbessert worden seien.

"Die Sensibilisierung und die Schaffung eines Unrechtsbewußtseins bei Gewalt gegen Frauen und Kinder ist auf jeden Fall eines der unserer wichtigsten Anliegen. Denn allzu oft herrscht, speziell bei innerfamiliärer Gewalt, noch immer das "Schwamm-Drüber-Syndrom", gerade hier mangelt es leider allzu oft an einem klaren Unrechtsbewußtsein. Das gilt es zu ändern", schloß Achleitner. (Schluß)

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