Lackner regt "Tancsits-Maß-Index" für sinnlose Vorschläge an

Wien (SK) SPÖ-Gesundheitssprecher Manfred Lackner regt an, Vorschläge von Politikern nach einem "Tancsits-Maß-Index" zu bewerten - "Je sinnloser ein Vorschlag, desto höher rangiert er am Tancsits-Maß-Index", erläuterte Lackner. Bekanntlich hat der ÖVP-Sozialsprecher Tancsits vor wenigen Tagen eine Fortsetzung der vom VfGH aufgehobenen Unfallrentenbesteuerung gefordert, heute hat er von dieser nach Ansicht von Lackner "unsinnigen und unverfrorenen Idee" wieder Abstand genommen. Zugleich hat sich Tancsits aber dafür ausgesprochen, dass Übergewichtige einen um einen Prozentpunkt höheren Krankenversicherungsbeitrag zahlen sollen. Tancsits will Krankenversicherungsbeiträge vom Body-Mass-Index abhängig machen. ****

Hier schlägt Lackner nun vor, gleich den "Tancsits-Maß-Index" in Anwendung zu bringen. Dies sei überaus einfach, erklärte Lackner am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst: "Kommt ein Vorschlag von einem ÖVP-Politiker namens Walter Tancsits, sind von vornherein größte Vorbehalte angezeigt. Meistens handelt es sich - wie bei der von Tancsits vorgeschlagenen Übergewichtigen-Pönale - um ausgemachten Unsinn."

Lackner weist darauf hin, dass die Krankheitswahrscheinlichkeit enger mit sozialen Faktoren, wie Einkommen, Lebenschancen, Arbeitssituation, Wohnumfeld etc., zusammenhängt als mit Risikoverhalten. Höhere Krankenversicherungsbeiträge für Menschen mit höherem Krankheitsrisiko laufen unweigerlich auf eine soziale Selektion hinaus, warnte Lackner. (Schluss) wf

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