LH Haider fordert vom Bund raschere Schritte bei Jugendbeschäftigung

Kärntner Landeshauptmann präsentierte Erfolgsmodell Kärntens bei "Dialog zur Jugendbeschäftigung" in Wien

Klagenfurt (LPD) - Das Kärntner Erfolgsmodell zur Lehrlings- und Jugendbeschäftigungsoffensive stellte heute, Montag, Landeshauptmann Jörg Haider beim hochkarätig besetzten "Dialog zur Jugendbeschäftigung" in Wien vor. Auf Einladung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Vizekanzler Hubert Gorbach nahmen daran u.a. die Minister Herbert Haupt, Martin Bartenstein, Elisabeth Gehrer, die Landeshauptleute Franz Schausberger (Salzburg) und Hans Niessl (Burgenland) sowie Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und Gewerkschaftsbund-Präsident Fritz Verzetnitsch teil.

Haider forderte die Bundesregierung auf, nicht mit langfristigen Beschäftigungsprogrammen, sondern mit raschen und zielgerichteten Schritten zu agieren. So habe das Land Kärnten in Kooperation mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) Kärnten sowie den Sozialpartnern in diesem Sinne bereits eine äußerst erfolgreiche und zukunftsorientierte Offensive gestartet. Weiters solle der Bund Forschungs- und Ausbildungsmittel auch vermehrt in die Ausstattungsverbesserung von berufsbildenden Schulen sowie den Ausbau von Lehrlingsheimen investieren, sagte Haider, dem es darum gehe, den Stellenwert der Lehrlinge allgemein zu erhöhen. So solle diesen künftig auch der Zugang zu universitären Ausbildungen erleichtert werden.

Der Landeshauptmann meinte außerdem, dass der Polytechnische Lehrgang stärker genutzt werden solle. So könnten Absolventen, die noch keine Lehrstelle in Aussicht haben, ein zweites Schuljahr an der "Poly" zur weiteren Ausbildung anhängen, so Haider. Ergänzende Schulungen könne er sich auch an den Berufsschulen vorstellen. Lehrlinge sollten z.B. den Umgang mit modernen Maschinen, über die ihr Lehrbetrieb unter Umständen nicht verfüge, in der Berufsschule erlernen können. In diesem Sinne würde auch die überbetriebliche Lehrwerkstätte ELMONT in St. Andrä großartige Möglichkeiten bieten. Jugendliche aus ganz Österreich würden bereits von diesem "Vorzeigeprojekt" profitieren, betonte der Landeshauptmann.

Vermehrt konzentrieren sollte man sich außerdem auf Beratung und Hilfestellung für Jugendliche bei der Berufswahl, strich Haider hervor. Diese sollten bei der Erstellung eines Profils über ihre Interessen und Fähigkeiten unterstützt werden. Bessere Aufklärung erwartet sich der Landeshauptmann vor allem auch für den Bereich der touristischen Berufe, die in der Öffentlichkeit oftmals mit einem negativen Image kämpfen müssten. Besonders in Kärnten habe man einen großen Bedarf an touristischen Fachkräften, so Haider. Den Jugendlichen müsste daher klargemacht werden, dass dieses Berufsfeld nicht nur aus Wochenend- und Nachtarbeit, sondern vor allem vielen interessanten und positiven Aspekten bestehe.
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