Bleckmann: Stündlich wird in Österreich eine Frau vergewaltigt

Wien 2003-11-24 (fpd) - Anlässlich des morgigen Tages gegen Gewalt gegen Frauen betonte FPÖ-Generalsekretärin Magda Bleckmann die Notwendigkeit einer tabulosen Diskussion über existierende Missstände. Stündlich werde in Österreich eine Frau vergewaltigt, zwei Drittel aller Frauen würden den Täter kennen, seien meistens mit ihm verwandt oder stünden in Beziehung zu ihm. Ebenso fänden 60 Prozent aller Vergewaltigungen in der Wohnung des Opfers oder des Täters statt, wie auch 82 Prozent aller Vergewaltigungen geplant und 90 Prozent der Vergewaltiger nicht psychisch krank seien, stellte Bleckmann fest.

"Es ist schockierend, dass in Österreich jährlich 300.000 Frauen vom Partner geprügelt werden und bei dieser Zahl die Dunkelziffer nicht eingerechnet wird" so Bleckmann: Bleckmann forderte ein Umdenken von der konsequenten Nichtbeachtung der Gesellschaft bei Gewalt gegen Frauen zu einem bewussten Hinsehen und einer vermehrten Ächtung solcher verachtenswerter Delikte.

Die FPÖ-Generalsekretärin verwies in diesem Zusammenhang auf die sicherheitspolitischen Maßnahmen des Justizministers, wie die Möglichkeit lebenslanger Haftstrafen für Sexualdelikte mit Unmündigen, der Ausweitung der Anzeigepflicht bei Verdacht von sexuellem Missbrauch, die Abschaffung der strafrechtlichen Privilegierung von Vergewaltigungen in Ehe und Lebensgemeinschaft und der automatischen Strafdrohung für sexuelle Belästigung. "Wir Freiheitliche haben viel erreicht, doch gibt es noch genug zu tun. Wer Gewalt gegen Frauen ausübt, darf nicht mit der Gnade der Justiz rechnen", bekräftigte Bleckmann abschließend.

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