Wiener Grüne: Geplante Reform der Boltzmann-Institute "eigenartiges Vorgehen"

Stadt Wien soll Farbe bekennen

Wien (Grüne) - Die Wiener Grünen werden in der dieswöchigen Budgetdebatte des Wiener Gemeinderates Anträge zur Reorganisation der Ludwig Boltzmann-Institute einbringen. Das kündigt heute die Wissenschaftssprecherin der Wiener Grünen, Claudia Sommer-Smolik an. "Die Stadt Wien soll als wesentlicher Geldgeber Farbe bekennen. Die Umgestaltung der Boltzmann-Gesellschaft ist bislang äußerst intransparent, von oben herab und ohne Beteiligung der ForscherInnen vonstatten gegangen", kritisiert Sommer-Smolik.

Sommer-Smolik befürchtet negative Konsequenzen für die geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Forschungsfelder. Sommer-Smolik:
"Ein Minimum von zehn MitarbeiterInnen ist für diese Forschungsfelder nicht adäquat. Wissenschaftliches Format ist nicht an Institutsgrößen festzumachen." Auch die Anforderung, 40 Prozent des Jahresbudgets auf sieben Jahre hinaus an Drittmitteln zuzusichern, wird insbesondere für kritische Gesellschaftswissenschaften ein Problem darstellen, befürchtet Sommer-Smolik.

Dass jetzt manche Institute evaluiert werden, aber schon im Vorhinein klargestellt wurde, dass Institute aufgrund ihrer Größe nicht bestehen bleiben können, hält Sommer-Smolik für ein "eigenartiges Vorgehen". Die Stadt Wien soll ihre zukünftigen Subventionen davon abhängig machen, ob im weiteren Prozess der Neuorganisation für Transparenz und Beteiligung gesorgt wird und ob sich die Bedingungen für geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Forschung nicht verschlechtern, heißt in den von den Wiener Grünen eingebrachten Anträgen.

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