Heinisch-Hosek zu Jugendbeschäftigungsgipfel: Guten Morgen Bundesregierung!

Seit Antritt Kabinett Schüssel I steigt Jugendarbeitslosigkeit

Wien (SK) Als reichlich spät bezeichnete Montag SPÖ-Jugendsprecherin Gabriele Heinisch-Hosek die Aussagen Kanzler Schüssel zur Jugendbeschäftigung. Seit dem Antritt des Kabinett Schüssel I steige die Jugendarbeitslosigkeit kontinuierlich an. "Bis jetzt ist außer Ankündigungen von ÖVP-Wirtschaftsminister Bartenstein nichts geschehen, was diese für die jungen Menschen so dramatische Situation irgendwie erleichtert hätte", so die SPÖ-Jugendsprecherin gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Die SPÖ hat bereits vor zwei Jahren ein umfassendes 10-Punkteprogramm für Lehrlinge präsentiert, das von der schwarz-blauen Regierung schlicht und ergreifend ignoriert wurde. Die heute vom Bundeskanzler genannte "Ausbildungsgarantie" findet sich darin ebenso wie die von Bildungsministerin Gehrer geforderte Möglichkeit den Hauptschulabschluss nachzuholen. ÖVP-Jugendsprecherin Fuhrmann, die sich heute ebenfalls in "Lobhudeleien" ergangen sei, kritisiert Heinisch-Hosek als "die älteste Jungpolitikerin Österreichs". "Österreichs Junge haben von einer 22-Jährigen im Parlament genau nichts, wenn diese wie eine Uralt-Politikerin agiert und aus dem Schönreden nicht herauskommt, beziehungsweise die Interessen der Jugendlichen komplett ignoriert." ****

Nachdem sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt und vor allem auch der Jugendlichen in den letzten Monaten dramatisch verschlechterte, wache auch die Bundesregierung auf; diese späte Einsicht wurde von Heinisch-Hosek grundsätzlich begrüßt. "Die Regierung wird sich aber an ihren Taten, deren Wirkung sowie dem Tempo, in dem sie gesetzt werden, messen lassen müssen. Es darf nicht wieder bei Ankündigungen bleiben, die zu keinerlei Konsequenzen führen", appellierte Heinisch-Hosek.

Das im Sommer 2001 von der SPÖ präsentierte Programm beinhalte sowohl sofortwirksame als auch langfristige Maßnahmen für die Ausbildung junger Menschen. Beginnen müsse die richtige Lehrlingspolitik noch in der Schule. Bessere Berufs- und Bildungsberatung seien in den SPÖ-Forderungen ebenso enthalten wie gebührenfreies Nachholen des Hauptschulabschlusses. Die Schaffung eines Lehrlingsfonds, nach dem sehr erfolgreichen Vorbild Vorarlbergs und ein dadurch ermöglichter Lastenausgleich sowie regelmäßige regionale Beschäftigungsgipfel und die marktgerechte Entwicklung von flexibleren Ausbildungswegen und neuen Lehrberufen gehören ebenso zu diesem Maßnahmenpaket. "Die SPÖ setzt weiterhin auf die erfolgreiche duale Ausbildung. Jeder Jugendliche hat das Recht auf eine Lehrstelle oder einen Platz in einer weiterführenden schulischen Ausbildung."

Es sei hoch an der Zeit, nun raschest wirksame Maßnahmen zu setzen, die jedem Jugendlichen in Österreich eine Ausbildung garantieren. "Man kann nur hoffen, dass dies nun endlich auch der schwarz-blauen Bundesregierung klar geworden ist und sich nun alle relevanten Kräfte in Österreich dafür einsetzen, dass jeder Jugendliche das Recht auf einen Ausbildungsplatz hat", schloss Heinisch-Hosek. (Schluss) cs/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0012