Kopietz an Strasser: Nehmen Sie das Sicherheitsbedürfnis der Menschen endlich ernst!

20 Polizeischüler für Wien sind zu wenig!

Wien (SPW) "Für Innenminister Ernst Strasser ist es offenbar Sitte geworden, selbst die kleinsten Fortschritte in der Sicherheitspolitik auf großspurige Weise abzufeiern. So wird in einem Artikel der Kronenzeitung vom Sonntag verkündet, dass ab Februar 2004 die Ausbildung für 150 Polizeischüler beginnen wird. Seinem Versprechen für mehr Polizisten auf den Straßen Wiens zu sorgen, wird der Herr Innenminister mit dieser Maßnahme aber in keiner Weise gerecht. Im Gegenteil, der Personalnotstand bei der Wiener Exekutive setzt sich ungebrochen fort", kommentierte der Landesparteisekretär der SPÖ Wien, LAbg. Harry Kopietz am Montag eine Meldung in der Kronenzeitung. "Nach dem Modell "Team 04" werden nämlich nur 20 dieser Schüler der Bundeshauptstadt zugeteilt werden. Das kleine Kontingent kommt einem Hohn gleich, wenn man bedenkt, dass in Wien zum jetzigen Zeitpunkt schon 700 Polizisten fehlen und Hunderte andere vor der Pensionierung stehen," kritisierte Kopietz und erinnerte daran, dass sich unter sozialdemokratischen Innenministern rund 700 Polizeischüler in Ausbildung befanden.****

In Pressemitteilungen des Ministeriums werde auch laufend von "triumphalen" Resultaten bei der Bekämpfung von Straßenkriminalität und anderen Delikten berichtet, so Kopietz gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. "Dass die Beamten 500 Fälle aufgeklärt haben, ist sicherlich erfreulich. Aber bei insgesamt 167.816 Fällen laut der letzten Kriminalstatistik bedeutet auch das nur einen Tropfen auf den heißen Stein", kritisierte der Landesparteisekretär. "Offenbar handelt es sich um einen verzweifelten Versuch von Ernst Strasser, seine Reputation noch irgendwie zu retten, indem er den unermüdlichen Einsatz der Wiener Polizistinnen und Polizisten lobt. Dass die Exekutive unter schwierigsten Bedingungen großartige Arbeit leistet, ist eine unbestrittene Tatsache und dafür gebührt ihnen Dank, Respekt und Anerkennung. Aber wenn sich gerade der Hauptverantwortliche für den Personalnotstand bei der Wiener Polizei bemüßigt fühlt, die Leistungen der wenigen noch verbliebenen Beamten abzufeiern, um damit eigenes Versagen zu kaschieren, kann man das nur als Zynismus ersten Ranges bezeichnen", kritisierte Kopietz scharf.

"Für Feierstunden im Ministerium besteht wirklich nicht der geringste Anlass, im Gegenteil, in der Sicherheitspolitik besteht dringender Handlungsbedarf! Nicht zwanzig, sondern Hunderte Polizeischüler müssen aufgenommen werden. Minister Strasser, verstecken Sie sich nicht länger hinter Zahlen, sondern nehmen sie das Sicherheitsbedürfnis der Wienerinnen und Wiener endlich entsprechend ernst!", betonte Kopietz abschließend. (Schluss) tr

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