Wiener Grüne zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Wien (Grüne) - Vana: "Frei leben ohne Gewalt durch Rechte auf Selbstbestimmung"

"Die Rechte von Frauen auf ein selbstbestimmtes und
eigenständiges Leben ausbauen", ist für die Frauensprecherin der Wiener Grünen, Monika Vana, eine zentrale Forderung im Anschluss an das diesjährige Motto der Kampagne "Frei leben ohne Gewalt".

In Österreich gehen Schätzungen davon aus, dass eine von fünf Frauen von Gewalt durch einen männlichen Verwandten, Freund oder Bekannten betroffen ist. Empirischen Untersuchungen zufolge ist für Frauen die eigene Familie der gefährlichste Ort. Gewaltkriminalität ist überwiegend "Männersache": Nach Zahlen der Wiener Interventionsstelle waren 2001 von allen in Wien im Rahmen des Gewaltenschutzgesetzes Weggewiesenen 96 Prozent männlichen Geschlechtes.

"Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter", betont Vana. Neben der Gewalt im sozialen Nahraum ist für Vana auch die strukturelle Gewalt von besonderer Bedeutung. Vana:"Ökonomische Eigenständigkeit von Frauen schützt nicht vor Gewalt. Aber die Abhängigkeit vom Partner, Ehemann oder auch vom Staat nimmt für Frauen ab. In diesem Sinn richte ich den dringenden Appell an alle politisch Verantwortlichen, ihre Rolle im Bereich der strukturellen Gewalt eindringlich zu prüfen."

"Subventionskürzungen für missliebige Frauenvereine, Pensionsraub vor allem zulasten von Frauen, nicht existenzsichernde Einkommen, traditionelle Rollenbilder, unbezahlte Arbeit von Frauen in Haushalt-, Familien- und Pflegebereich - das alles ist strukturelle Gewalt an Frauen. Was wir brauchen ist aktive Gleichstellungspolitik statt Frauen immer weiter strukturell zu diskriminieren," so Vana abschließend.

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