Jugendbeschäftigung: Bures wirft Schüssel Ignoranz und Desinteresse vor

"Durch Selbstdarstellung der Regierung wird keine einzige Lehrstelle geschaffen - Keine einzige konkrete Maßnahme von Schüssel vorgeschlagen"

Wien (SK) "Durch Lippenbekenntnisse des Bundeskanzlers und
die eitle Selbstdarstellung der Regierung wird leider kein einziger Jugendlicher eine neue Lehrstelle finden", kritisiert SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Montag den sogenannten "Dialog zur Jugendbeschäftigung" der Regierung. "Schüssel hat keine einzige konkrete Maßnahme genannt, die den 65.000 jungen Menschen ohne Job und Ausbildung tatsächlich helfen würde", bedauert Bures gegenüber dem Pressedienst. "Kanzler Schüssel und Arbeitsminister Bartenstein bleiben bei ihrem Desinteresse und ihrer Ignoranz gegenüber der dramatisch hohen Jugendarbeitslosigkeit." ****

"Mittlerweile haben wirklich alle außer Schüssel und Bartenstein erkannt, dass bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit viel zu wenig passiert", so Bures. Sie fügte hinzu: "Schüssel und Bartenstein werden als Arbeitslosenkanzler bzw. Arbeitslosenminister in die Geschichte eingehen."

Seit dem Antritt der schwarz-blauen Regierung im Februar 2000 sei die Jugendarbeitslosigkeit um über 55 Prozent gestiegen. "Schüssel und Bartenstein haben am Schicksal dieser arbeitslosen jungen Menschen bisher nur Desinteresse gezeigt", kritisierte Bures. Dem stellte Bures die Initiativen der SPÖ gegenüber, die in einem 10-Punkte-Programm für Lehrlinge zusammengefasst sind. Unter anderem unterstützt die SPÖ das vom nunmehrigen Jugendbeschäftigungsbeauftragten der Regierung, Egon Blum, mitinitiierte Vorarlberger Lehrlingsfondsgesetz, wodurch Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, in den Fonds einzahlen, durch den wiederum Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, unterstützt werden.

Weitere Forderungen der SPÖ sind eine Ausbildungsgarantie für Jugendliche, bessere Berufs- und Bildungsberatung, das gebührenfreie Nachholen des Hauptschulabschlusses, die Einrichtung von regionalen Jugendbeschäftigungsgipfeln, eine flexiblere Lehrlingsausbildung, die Schaffung neuer Lehrberufe mit Zukunftsperspektiven, oder die Aufwertung der Berufsschulen. Abschließend verwies Bures auf einen Vorschlag von SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer, der forderte, die freien Plätze in Lehrwerkstätten zu nützen. "Rund 1.000 Plätze in Lehrwerkstätten werden zur Zeit nicht genützt. Würden diese Plätze belegt, könnte man kurzfristig eine erste Milderung des akuten Lehrlingsproblems erreichen", so Bures. (Schluss) wf

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