Schicker: "ÖBB-Reform hat auch für Wien negative Konsequenzen"

Wien (SK) Zwar wolle und könne man dem Bund keine
Vorschriften machen, aber dennoch müsse man die Probleme aufzeigen, die sich durch die geplante ÖBB-Reform ergeben, betonte Wiens Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker am Montag bei einem Expertenhearing zur ÖBB-Reform im Parlament. Gerade am Beispiel Wiens und des Nord-Bahnhofs am Praterstern ließe sich die Problematik aufzeigen, so Schicker. Schon seit längerer Zeit liege ein Entwurf für die Gestaltung des Bahnhofs fix und fertig vor und es sei sicherlich nicht leicht, einen Konsens zu finden, so Schicker weiter; aber bei einer Aufteilung der ÖBB in mehrere Gesellschaften, könne man sich ja leicht ausmalen, was dies für die Realisierung bedeute. Schicker:
"Wir werden dann 2008 bei der Fußball-EM höchstwahrscheinlich immer noch keine neue Struktur und keinen neuen Bahnhof haben, sondern bestenfalls eine Baustelle."****

Eine Trennung der Infrastruktur in Bau-, Erhaltungs- und Betriebsbereich sei einem Bauvorhaben eben unzuträglich. Wenn es nicht zu einer klaren Vernetzung der geplanten Gesellschaften komme, die zweifelsohne schwierig werde, seien die Probleme schon vorprogrammiert. Schicker wies auch auf die Problematik einer Kostenverlagerung zu den Gemeinden und Städten hin, wenn es zu einer Deckelung des Bundesbeitrages für gemeinwirtschaftliche Leistungen komme. Auch eine Erhöhung des Benützungsentgeldes werde im Nahverkehr mit Sicherheit Auswirkungen auf die Tarifgestaltung zeigen, so Schicker abschließend. (Schluss) rr

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