Bartenstein: 2004 zusätzliche 25 Millionen Euro für Jugendbeschäftigung

Initiative "Jobs for You(th) 04" startet - zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für 5000 junge Menschen

Wien (BMWA-OTS) - "Jeder arbeitslose Jugendliche ist ein arbeitsloser Jugendlicher zu viel. Daher wird die Bundesregierung dem AMS im Jahr 2004 zusätzliche 25 Millionen Euro aus den Reserven des Insolvenz-Fonds (IAF) für die Jugendbeschäftigung zur Verfügung stellen. Im Rahmen dieser Initiative 'JOBS FOR YOU(TH) 04' sollen 2004 zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für rund 5.000 junge Menschen geschaffen werden", kündigte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein heute, Montag, im Rahmen des "Dialoges zur Jugendbeschäftigung" in Wien an. ****

Neben der Fortführung der bisherigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen für Jugendliche soll die Initiative mit Jahresbeginn starten und damit an die erfolgreichen Anstrengungen des 2002 ins Leben gerufenen Sonderprogramms für Jugendliche anknüpfen. Im Rahmen der neuen "JOBS FOR YOU(TH) 04"-Initiative für 19 bis 24jährige sollen etwa Lehrabbrecher die Möglichkeit erhalten, den Lehrabschluss nachzuholen. Bartenstein appellierte in dem Zusammenhang auch an die Länder, sich an der Aktion zu beteiligen, "um einer beträchtlich größeren Zahl von jungen Menschen neue Chancen zu eröffnen".

Eine Evaluierung der seit 2002 eingeleiteten Maßnahmen hat ergeben, dass sechs von zehn der jugendlichen Absolvent/inn/en dieses Sonderprogramms innerhalb von sechs Monaten nach der Förderung der (Wieder-)Eintritt in den Arbeitsmarkt bzw. die Aufnahme einer nicht geförderten Beschäftigung gelungen ist.

Bartenstein wies einmal mehr darauf hin, dass die gute Ausbildungsqualität und hohe Motivation der Facharbeiter einer der wesentlichen Standortfaktoren Österreichs ist. "Österreichs Wirtschaftsstandort zu sichern, heißt daher, in die Ausbildung von Jugendlichen zu investieren", betonte der Minister. Dass das österreichische Lehrlingssystem erfolgreich sei und als internationales Vorbild gesehen werden könne, werde immer wieder durch österreichische Erfolge bei den Berufsolympiaden bewiesen.

Zur Sicherung dieses Ausbildungsniveaus und zur Anpassung an geänderte Verhältnisse kündigte Bartenstein weiters eine Modularisierung der Lehrausbildung an. Dem Trend der Spezialisierung der Unternehmen einerseits und der Notwendigkeit der Bereitstellung einer guten Grundausbildung für die Jugendlichen andererseits solle Rechnung getragen werden. Ziel der dazu im Ministerium eingerichteten Arbeitsgruppe sei es, 260 bestehende Lehrberufe in rund 100 Basismodule zu integrieren.

Erfolge zeige auch die Gewährung einer Lehrlingsausbildungsprämie von 1000 Euro pro Jahr und Lehrling, setzte der Minister fort. Nicht zuletzt wegen dieser im Zuge der steuerlichen Veranlagung für Zwecke der Lehrlingsausbildungsprämie eingesetzten rund 65 Millionen Euro konnten trotz der international schlechten konjunkturellen Situation in Österreich bis Ende Oktober um 1,8% mehr Lehrverträge als im Vorjahr abgeschlossen werden.

Aber auch jenen Jugendlichen, die vorerst keine Lehrstelle finden, werde, so Bartenstein, eine sinnvolle Perspektive geboten: Die Bundesregierung stelle mit dem Lehrlingsauffangnetz gemäß JASG (JASG VI) mit rd. 5.500 Lehrgangsplätzen (gegenüber 3000 Plätzen im Jahr 2002 fast Verdoppelung) und einem Mitteleinsatz von insgesamt rund 45 Millionen Euro ausreichend Lehrgangsplätze zur Verfügung. Zwei von drei aller Lehrgangsteilnehmer wechseln aus diesen Kursen auf eine "normale" Lehrstelle. Aber selbst jene, denen das nicht gelingt, können durch eine Neuregelung im Rahmen dieser Ausbildung ihren Lehrabschluss machen.

Mit diesen Maßnahmen werde es gelingen, weiterhin die niedrigste Jugendarbeitslosenquote in Europa zu halten, zeigte sich Bartenstein zuversichtlich. Österreich weise im EU-Vergleich mit 7,5% (September 2003) nach wie vor die niedrigste Jugendarbeitslosenquote aus. Die Jugendarbeitslosenquote im EU-Durchschnitt beträgt mit 15,6% (August) mehr als das Doppelte des österreichischen Wertes.

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