Fuhrmann: ÖVP Nummer 1 bei Wahlen, Jungwählern und Jungabgeordneten

Junge ÖVP zieht Bilanz über Wahlprogramm "Fair play für die Jugend"

Wien, 24. November 2003 (ÖVP-PK) Ein Jahr nach der Nationalratswahl vom 24. November 2002 zogen heute, Montag, JVP-Bundesobfrau Abg.z.NR Silvia Fuhrmann, Abg.z.NR Jochen Pack, sowie der neue Abgeordnete zum Bundesrat, Mag. Bernhard Baier, Bilanz. Neben der Nummer 1 beim Wahlen gewinnen, sei die ÖVP auch die Nummer 1 bei den Jungwählern sowie bei den Jungabgeordneten, so die Bundesobfrau der Jungen ÖVP, Silvia Fuhrmann. Die Österreichische Volkspartei verstehe es eben, "Jugendliche wirklich einzubinden" -auch auf Landtags- und Gemeindeebene. ****

Silvia Fuhrmann nahm das Jubiläum auch zum Anlass, über das eigene Wahlprogramm "Fair play für die Jugend" Bilanz zu ziehen. Im Mittelpunkt des Programms standen dabei "fair cash", "fair vote" sowie "fair future". Der wichtigste Punkt im Programm "fair cash" stellte die Umverteilung der Lebensverdienstkurve dar. "Junge brauchen eine höhere Entlohnung zur Finanzierung der Hausstands- und Familiengründung", so Fuhrmann. Eine Richtlinie der Europäischen Kommission, die eine Ungleichbehandlung in der Entlohnung allein auf Grund des Alters nicht mehr zulässt, biete hier Unterstützung.

In Hinblick auf die Harmonisierung der Pensionssysteme fordert die Junge ÖVP ein "faires, transparentes und leistungsorientiertes" System. Aber auch die Preisgestaltung bei vielen öffentlichen Einrichtungen zeige immer noch Benachteiligungen von Jugendlichen.

Bei der Forderung nach "fair vote" konnte Fuhrmann bereits auf eine erfolgreiche Umsetzung hinweisen. Als Reaktion auf die Forderung der Jungen ÖVP nach einem "Jugend-Check für alle Gesetze" wurde in allen Ministerien ein Jugendbeauftragter nominiert, der Gesetze auf ihre Jugendverträglichkeit prüfen soll. Auch die Rechte der jüngsten Mitglieder der Gesellschaft - der Kinder - sollten in der Verfassung verankert werden. Eine langjährige Forderung der Jungen ÖVP hinsichtlich der Wahlberechtigung ist ebenfalls in Erfüllung gegangen. Die Stichtagsregelung für die Wahlen ist dahingehend geändert worden, dass nunmehr alle, die am Wahltag das gesetzliche Wahlalter erreicht haben, auch wahlberechtigt sind.

Im Mittelpunkt von "fair future" stehe die Jugendbeschäftigung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit der Schaffung von 5.500 Lehrgangsplätzen seit Herbst dieses Jahres wurde eine weitere Qualifizierungsoffensive und ein Lehrlingsauffangnetz für Jugendliche geschaffen. Die Lehrlingsprämie von 1.000 Euro pro Jahr sei bereits 65.000 Mal in Anspruch genommen worden und stelle einen weiteren spürbaren Impuls zur verstärkten Lehrlingsaufnahme dar. Um das System der Lehrlingsausbildung für die Jugendlichen transparenter zu gestalten, sprach sich Fuhrmann für eine Zusammenfassung der rund 260 Lehrberufe auf 100 Basisausbildungsmodule aus. Danach sollen alle Lehrberufe auf der Grundlage von "Basismodulen", die für mehrere verwandte Berufe gleich formuliert werden, neu geordnet werden. In darauf aufbauenden Wahlpflicht- und Zusatzmodulen werde dem zunehmenden Bedarf an Spezialisierung Rechnung getragen.

Zur weiteren Spezialisierung in den Schulen präsentierte Fuhrmann auch das Modell des "Unternehmerführerscheins", mit dessen Hilfe mehr Wirtschaftswissen in den Schulen vermittelt werden soll. Dieser soll sich wie ein roter Faden durch mehrere Schulstufen ziehen und die wirtschaftliche Kompetenz der Jugendlichen erhöhen.

Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde im Herbst dieses Jahres von der Jungen ÖVP eine Befragung aller ÖVP-Bürgermeister zu den Kinderbetreuungseinrichtungen in ihrer Gemeinde gestartet, die ebenfalls heute präsentiert wurde. Handlungsbedarf sei vor allem bei Betriebskindergärten sowie bei Patenschaften zwischen Wirtschaft und Kindergärten gegeben, so Fuhrmann. Die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuung sowie die Ergänzung zur Zuverdienstgrenze für Frauen in Management- und Führungspositionen sei hier eine weitere politische Forderung der Jungen ÖVP, so Fuhrmann abschließend.

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