Schüssel: "Jugendbeschäftigung gehört zu unseren wichtigsten Anliegen"

Auf Einladung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Vizekanzler Hubert Gorbach fand heute ein Dialog zur Jugendbeschäftigung bei der Firma Smoliner, Porsche Inter Auto AG, in Wien statt. Neben Regierungsmitgliedern, Landeshauptleuten und dem Regierungsbeauftragten für Jugendbeschäftigung, Egon Blum, nahmen auch hochrangige Vertreter der Sozialpartner und des AMS, Lehrlingsbeauftragte österreichischer Unternehmen, sowie Bildungs-und Wirtschaftsexperten teil. Bundeskanzler Schüssel hob in seinen Begrüßungsworten die, im internationalen Vergleich gute Ausgangslage Österreichs im Bereich Jugendbeschäftigung hervor. So liegt Österreich hier auf Platz 1 in der EU. Der Bundeskanzler betonte jedoch, dass es diesen Platz auch aufgrund der neuen Herausforderungen zu verteidigen gelte. Zu berücksichtigen seien insbesondere demographische Faktoren, sowie die steigende Jugendarbeitslosigkeit im Bereich der 19 - 25 Jährigen. "Das Thema der Jugendbeschäftigung gehört zu unseren wichtigsten Anliegen. Eine gute Berufsausbildung sichert den Standort Österreich, es ist hier wichtig, über alle Parteigrenzen hinweg, zusammenzuarbeiten und dieses Problem lösungsorientiert zu betrachten", so der Bundeskanzler.

Bundesminister Martin Bartenstein bezeichnete das duale Ausbildungssystem als wesentlichen Standortfaktor Österreichs, deshalb unterstütze die Bundesregierung durch eine Reihe von Programmen die Neuschaffung von Lehr- und Ausbildungsplätzen, sowie die Integration von Jugendlichen ohne Schul- oder Lehrabschluss in den Arbeitsmarkt. Bartenstein kündigte an, dass die Bundesregierung nächstes Jahr 25 Millionen Euro an Bundesmitteln zusätzlich für diese Initiativen zur Verfügung stellen werde. Gleichzeitig appellierte der Minister an die Bundesländer, sich an diesen Programmen zu beteiligen. Ein derartiges Programm wurde bis Ende 2002 bereits von 20.000 Jugendlichen in Anspruch genommen. Die Erfolgsquote liegt bei 60%. Als sehr erfolgreiche Maßnahme bezeichnete Bartenstein die Schaffung von 5.500 Lehrgangsplätzen im Jahr 2003. Mit diesen Lehrgangsplätzen wird Lehrstellensuchenden eine Qualifikationsmöglichkeit bis zum Abschluss eines Lehrvertrages geboten.

Vizekanzler Gorbach bezeichnete die Jugend als "wertvollsten Rohstoff einer Gesellschaft", mit dem sorgsam umgegangen werden müsse und betonte die Zielsetzung der Bundesregierung, jedem Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zu geben.

Bundesministerin Elisabeth Gehrer nannte als wesentliche Schritte für die künftige Lehrlingsausbildung, die Lehrpläne so zu gestalten, dass sie den neuen Anforderungen entsprechen, der allgemeinen Bildung einen höheren Stellenwert verleihen, die Möglichkeit einen Hauptschulabschluss nachzuholen, zu verbessern, die Qualifikation der Berufsschullehrer zu steigern, sowie die Zusammenarbeit zwischen Bildungsbereich und Wirtschaft zu verstärken.

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