Zusatzausbildung für Berufskraftfahrer

KfV unterstützt Plakette für besonders sichere Berufskraftfahrer. Über 500 Fahrer sind geschult und dürfen sich "Safety Driver" nennen.

Wien (OTS) - Berufskraftfahrer müssen jeden Tag aufs neue
besondere Vorsicht walten lassen. Schließlich führt diese Berufsgruppe ihren Job auf der Straße aus - und die kann ein gefährliches Pflaster sein. Vor allem wenn Übermüdung, zu hohe Geschwindigkeit, mangelnde Konzentration oder unsachgemäßes Ladegut mit im Spiel sind. Die Wiener Wirtschaftskammer nahm - mit Unterstützung des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), ARBÖ, ÖAMTC, AUVA, WIFI, WAFF, Wiener Fahrschulen sowie Banken und Versicherungen - diesen Umstand vor zwei Jahren zum Anlass und rief die Aktion "Safety Driver" ins Leben. Im Rahmen dieser Aktion werden Berufslenker zusätzlich theoretisch und praktisch geschult und erhalten für ihre Leistungen die Plakette "Safety Driver". Am Programm stehen ein Fahrsicherheitstraining und eine theoretische Ausbildungseinheit. Ziele der beiden ganztägigen Module sind schnelle und richtige Reaktionen, Wachsamkeit und verantwortungsbewusstes Handeln sowie Stressmanagement, Motivation und Kundenbindung. Seit dem Start der Aktion wurden bereits 500 Berufslenker ausgebildet. Inzwischen wird auch bundesweit geschult.

Mehr Unfälle mit schweren Lkw und Kleintransportern

"Demotivierte und unkonzentrierte Lenker sind gefährlich. Unser Ziel ist eine sichere Straße und dazu gehören sichere Fahrer. Eine zusätzliche Ausbildung schützt Berufskraftfahrer und andere Verkehrsteilnehmer gleichermaßen", begrüßt KfV-Chef Dr. Othmar Thann die Ausbildungsoffensive. Schließlich geben vor allem Unfälle mit schweren Lkw Anlass zu Beunruhigung. Laut Unfallbilanz des ersten Halbjahres 2003 hat sich die Zahl der Getöteten bei Unfällen mit schweren Lkw um 38 Prozent erhöht. Auch bei Kleintransportern unter 3,5 Tonnen sieht die Unfallentwicklung alles andere als rosig aus. Dadurch, dass diese Fahrzeuge häufig mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs sind, ist die Unfallschwere über Gebühr hoch. So starben im ersten Halbjahr 2003 34 Personen während im ersten Halbjahr 21 getötet wurden.

Safety Driver Awards verliehen

Erst kürzlich wurden im Rahmen einer Festveranstaltung die "Safety Driver Awards" an jene Persönlichkeiten, die sich um diese Verkehrssicherheits- und Schulungsaktion besonders verdient gemacht haben, verliehen.

9 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon 3 am Wochenende

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 5 Pkw-Insassen (davon 2 Lenker), 1 Lkw-Lenker, 1 Traktor-Lenker, 1 Radfahrer und 1 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit (2), Vorrangverletzung (1), Überholen (2) und Unachtsamkeit (1) festgestellt werden. Bei 2 Unfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 1 Fußgänger kam durch Fremdverschulden ums Leben. 2 der 8 Unfälle waren Alleinunfälle. 1 tödlich verletzter Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet. Vom 1. Jänner bis zum 23. November dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 820 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung berücksichtigt bis Ende September), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 857 Menschen tödlich.

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