SJÖ: Schüssels Beschäftigungsgipfel eine "Farce" - Arbeitslosigkeit ist direktes Produkt dieser Regierung

Seit 2000 ist Jugendarbeitslosigkeit unter FPÖVP um 44 Prozent gestiegen

Wien (SK) Die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) veranstaltete heute Montag, den 24. November 2003, eine Medienaktion auf der Erdberger Lände unter dem Motto "Die Kehrseite. 44 Prozent mehr Jugendarbeitslosigkeit". Anlass war ein Jahr nach der Nationalratswahl und der vom Bundeskanzler ins Leben gerufene Dialog zur Jugendbeschäftigung. ****

Für Andreas Kollross, Vorsitzenden der SJÖ, ist die Aktion des Bundeskanzlers eine reine Farce. "Seit 2000 erhöhte sich die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren von 27.103 auf 39.137. Anstatt die Arbeitslosenquote schönzureden, wäre die Bundesregierung gefordert, aktive Beschäftigungspolitik zu betreiben. Der Beschäftigungsgipfel Schüssels ist nichts weiter als eine Alibi-Handlung, um die Existenz einer schwarz-blauen Beschäftigungspolitik vorzutäuschen", so Kollross gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Kollross erwartet sich vom Jugendbeschäftigungsdialog Schüssels keine neuen Impulse: "Schon im November 2002, kurz vor der Wahl, versprach Schüssel, etwas gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu unternehmen. Ergebnis: Die Jugendarbeitslosigkeit ist gestiegen. Konkrete und wirksame Maßnahmen für die betroffenen Jugendlichen sind bis heute ausgeblieben. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn das Problem der steigenden Jugendarbeitslosigkeit ist ein direktes Produkt schwarzblauer Politik."

Kollross hat konkrete Vorstellungen, wie es möglich ist, den aktuellen Trend umzukehren: "Wir müssen das duale Lehrlingsausbildungssystem um ein triales ergänzen, in der der Staat in Form öffentlicher Lehrwerkstätten die Verantwortung für die Jugendlichen übernimmt und die Wirtschaft die Ausbildung finanziert. Finanzieren lässt sich das durch eine Wertschöpfungsabgabe. Letztlich profitieren ja auch die Unternehmen von gut ausgebildeten Fachkräften."

Kollross schließt aus, dass die einseitige Förderungen der UnternehmerInnen etwas an der aktuellen Situation ändern werden. "Dass die Unternehmen sich von der derzeitigen Lehrlingsausbildung verabschieden, belegt die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Zusätzlich zur Reformierung der Lehrlingsausbildung wäre eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich eine wirksame Maßnahme. Steuerzuckerln für Unternehmen haben bisher an der Misere nicht geändert, und werden dies auch in Zukunft nicht tun." (Schluss) cs/mp

Fotos der Aktion sind bei der SJÖ erhältlich.

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