Pflegeombudsmann-Bilanz enthält "sympathischen Unsinn"

Wien (OTS) - "Wie allseits erwartet wurde, ist Doktor Werner Vogt
in die Institution hinein marschiert, hat sich zutiefst sympathisch für alle Schwachen und Armen ins Zeug gelegt und würgt nun polternd den Vertretern der Hierarchie seine Kritik hinein. Es ist herrlich, dass jemand so engagiert, so unbekümmert und so mitmenschlich auf die Heimbewohner und das Personal zugeht. Schade ist dabei aber, dass er neben seiner wichtigen Kritik auch einiges an inhaltlichem Unsinn produziert." Mit diesen Worten eröffnete der FCG-Vorsitzende der Wiener Gemeindebediensteten, Kurt Obermülner, seine Kritik an der 50-Tage-Bilanz des Pflegeombudsmannes.

Obermülner kritisiert weiter, "dass Vogt seine alten antiautoritären Kritikmuster über alle Probleme stülpt. An allen Problemen scheinen versagende Führende, wie Pflegedirektorin, Oberschwester oder gleich die gesamte untere und mittlere Führungsebene, Schuld zu sein. Sein Hinweis auf den Umstand, dass es an den Stationen an denen schlechte Führungskräfte arbeiten, eine hohe Fluktuation gibt, zeigt, dass er in seiner polemischen Vereinfachung der Ursachen seine Aufgabe verfehlt. Er übersieht, dass in einer Organisation viele verteilte Kräfte wirken, die dazu führen, dass es Magnetstationen gibt, die mit hoher Attraktivität alle anziehen - und im Gegensatz dazu andere Stationen, auf die kaum jemand will. Bei aller Verantwortung und Fehler die man den Führenden zurechnen muss, nun die Führenden zu Sündenböcken zu machen, ist ein zu einfacher Weg. Wenn dann noch eine Auflistung der Hierarchieebenen der Pflege angeführt wird, die um seine hierarchiefeindlichen Aussagen zu untermauern Abteilungshelfer und Ehrenamtliche dazuzählt, dann wird es inkompetent. Und die Gegenüberstellung mit 4 Hierarchiestufen in der Medizin ist dann nur mehr lächerlich."

Abschließend meint Obermülner, der über eine akademische Qualifikation als Mediator und Konfliktmanager verfügt, "dass Vogt mit seinem hervorragenden Kommunikationstalent sehr viel bewegen kann, dass er aber bei Schuldzuweisungen zurückhaltender sein sollte. Die Noch-Stadträtin Dr. Pittermann hätte dafür zu sorgen, dass die von Vogt aufgezeigten Probleme professionell analysiert werden und dann endlich angemessene Maßnahmen gesetzt werden."

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