ÖAMTC fordert Änderung der Ampelsignale an den einröhrigen Tunnelportalen

Zweite Röhre für Ganzstein Tunnel ist für Club ein Muss

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Die einröhrigen Tunnels in Österreich müssen am Portal Ampelsignale erhalten", fordert ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke anlässlich der heutigen Tagung der Tunnelkommission. Das in Österreich übliche Grünlicht an beiden Seiten des Tunnelportals kann nachweislich zu Irrtümern führen. "Bei schlechter Sicht sind einröhrige Tunnels eindeutig zu schlecht gekennzeichnet", kritisiert Matzke. Der ÖAMTC schlägt deshalb vor, dass das jeweils linke Grünlicht durch ein rotes "X" ersetzt wird. Das entspricht internationalem Standard und zeigt klar an, dass die linke Spur gesperrt ist. Generell würden durchgehende Spursignale mit grünen Pfeilen und rotem "X" an den Tunneldecken, also oberhalb der Fahrspur satt an den Wänden, für mehr Sicherheit sorgen.

Positiv bewertet Matzke, dass in einem Jahr die S 6, die Semmering Schnellstraße, mit der Fertigstellung der zwei weiteren Tunnels im Vollausbau abgeschlossen ist. Damit soll auch der Gegenverkehrs-Bereich bei Kindberg der Vergangenheit angehören. Einziges und gefährliches Nadelöhr bleibt dann der einröhrige Ganzstein Tunnel bei Mürzzuschlag. Im ÖAMTC-Tunneltest wurde dieser Tunnel als "bedenklich" gewertet. Zwar hat man inzwischen reagiert und alles technisch Mögliche getan (helle Wände, mehr Licht, LED-beleuchtete Seitenränder), die alte Lüftung bleibt aber unzureichend.

Im Sinne der Verkehrssicherheit fordert der ÖAMTC-Tunnelexperte Willy Matzke daher endlich den Bau der längst versprochenen zweiten Röhre für den Ganzstein Tunnel. Bis dahin rät der Experte den Autofahrern, die Fahrzeuglüftung im Ganzstein Tunnel auf Umluft zu stellen, um die Abgase vom Fahrzeug-Innenraum fernzuhalten.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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