Onodi: Kein "Weg zurück" durch neues Bundestierschutzgesetz

Entwurf hält bei weitem nicht, was er verspricht; Einrichtung einer Tieranwaltschaft gefordert

St. Pölten, (SPI) - Die NÖ Landesregierung beschloss am 17. Februar 1998 ein generelles Zuchtverbot für Pelztiere in Niederösterreich. Gemäß jüngst bekannt gewordener Details des Entwurfes des neuen Bundestierschutzgesetzes soll dieses Verbot wieder aufgehoben werden. Eine klare Ablehnung dazu kommt von Niederösterreichs Tierschutzreferentin LHStv. Heidemaria Onodi. "Die Menschen erwarteten sich durch das neue Tierschutzgesetz einen Schritt vorwärts - nicht zwei zurück. Am Beispiel der Wiederzulassung der Pelztierzucht sieht man, dass der Entwurf dieser Bundesregierung seinen Namen nicht verdient. Er blieb oberflächlich und vor allem von Interessen großer Massentierzuchtbetriebe dominiert, was auch durch die Bereiche Legehennenhaltung bzw. Schlachtung von Tieren belegt wird", sieht Onodi im derzeitigen Entwurf schlichtweg "einen Torso, dem Arme und Beine fehlen".****

"Tierschutz muss in allen Bereichen, der Heimtierhaltung, der Landwirtschaft, aber auch bei den Schlachtungsvorschriften einen wichtigen Stellenwert haben! In den letzten Jahren wurde zwar auf Länderebene eine Reihe von Verbesserungen durchgeführt, dies ersetzt aber dennoch nicht eine einheitliche Gesetzesgrundlage. Für mich ist es wichtig, dass ein Bundestierschutzgesetz wirklich hohe Standards erfüllt, dazu gehört auch die Einrichtung einer Tieranwaltschaft. Einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu bilden und die zentralen Bestimmungen des Gesetzes vor allem auf den Interessen der Landwirtschaft und der Viehhaltung aufzubauen, ist hier sicher bei weitem zu wenig. Nicht außer Acht gelassen werden darf auch der sensible Bereich um den Lebendtiertransport und der leider noch immer durchgeführten Tierversuche. Hier liegt auch vieles im Argen und die Bundesregierung ist aufgerufen, ihren Entwurf raschest zu überarbeiten. Ein neues Tierschutzgesetz muss seinen Namen auch verdienen", so Onodi abschließend.
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