ÖAMTC: Klein-Lkw als Sicherheitsrisiko - Sprunghafter Anstieg bei Unfalltoten und Schwerverletzten

Überladung, fehlende Lenkzeiten-Regelungen und überhöhtes Tempo sind häufig Unfallursachen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Häufig überladen, keine Lenkzeiten-Regelungen, jede Menge Pferdestärken unter der Haube:
Klein-Lkw mit bis zu 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht werden immer mehr zum Risiko im Straßenverkehr. Die Fakten sprechen für sich: Die Zahl der Getöteten bei Unfällen in denen Klein-Transporter beteiligt waren, ist im Zeitraum von 2000 bis 2002 um 20 Prozent auf Autobahnen und Schnellstraßen gestiegen. Bei den Schwerverletzten musste ein sprunghafter Anstieg von 56 Prozent verzeichnet werden. "Die Leidtragenden sind allerdings zumeist andere Verkehrsteilnehmer. Nur ein Drittel der Toten und Verletzten sind Insassen von Klein-Lkw", weiß Roman Michalek, ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte.

Auch die heurige Halbjahres-Statistik (Jänner bis Juni 2003) verspricht keine Entspannung für das Jahr 2003. Im ersten Halbjahr wurden 34 Menschen bei Klein-Lkw-Unfällen auf Autobahnen und Schnellstraßen getötet, das entspricht einer Steigerung von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Die Zahlen sind alarmierend und zwingen zum Handeln. Die Unfallproblematik von Klein-Transportern wird unterschätzt. 47 Prozent aller Verkehrstoten mit Beteiligung von Klein-Lkw kamen auf Autobahnen und Schnellstraßen ums Leben", sagt Michalek. 70 Prozent aller Unfälle mit Klein-Lkw auf Autobahnen und Schnellstraßen sind Auffahrunfälle.

Dringend notwendig sind Sicherheitsmaßnahmen um die Situation zu entschärfen. Für Lenker von Klein-Lkw unter 3,5 Tonnen gibt es keine gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten. Hier ist der Gesetzgeber - auch auf EU-Ebene - gefordert, Lenkzeiten-Regelungen einzuführen. Häufig sind die Fahrzeuge überladen und die Ladung ist schlecht gesichert. Viele Lenker von Klein-Lkw sind zudem auch noch trotz ihrer schweren Beladung viel zu schnell unterwegs. "Nur durch konsequente Kontrolle von Fahrgeschwindigkeit, Sicherheitsabstand und Ladungssicherung durch die Exekutive können diese Missstände abgestellt werden", ist sich der Verkehrsexperte des Clubs sicher.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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