"trend": WKÖ-Präsident Leitl fordert 18 Prozent Körperschaftssteuer

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl will die Körperschaftssteuer auf 18 Prozent senken bei gleichzeitiger Streichung aller Ausnahmen.

Wien (OTS) - Die Vertreter der Wirtschaft üben weiterhin massiven Druck auf die Bundesregierung aus, die Körperschaftssteuer deutlich zu senken. Im Interview in der am Dienstag erscheinenden Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend" erklärt WKÖ-Präsident Christoph Leitl, er sei über 18 Prozent KöSt "gesprächsbereit". Der aktuelle KöSt-Satz beträgt 34 Prozent; bislang forderte die Wirtschaft immer eine schrittweise Senkung auf 25 Prozent. Angesichts der Tatsache, dass der effektive KöSt-Satz laut EU-Studie bei 18 Prozent liege, sagt Leitl, dürfe man sich in Österreich doch nicht eines psychologischen Vorteils begeben: "Das wäre doch so, wenn die Bierkiste im Supermarkt ein Drittel teurer angeschrieben wäre und nachher bei der Kassa erfährt man erst, dass man ohnehin einen Rabatt bekommt. Das ist doch ein Unsinn! Da preise ich doch gleich netto an und bekomme die Kunden zügiger ins Geschäft herein."
Angesprochen darauf, ob das ein konkreter Vorschlag von ihm sei, sagte der WKÖ-Chef: "Ich bin jedenfalls gesprächsbereit. Und die mir die 18 Prozent vorhalten, denen sage ich, streichen wir die Ausnahmen, streichen wir alles, was ihr meint, und dann haben wir ohne einen Euro Verlust einen Satz, mit dem wir internationales Renommee haben."
Rückendeckung erhält Leitl von Siemens-Generaldirektor Albert Hochleitner, der im "trend" erklärt: "Die Forderung von 25 Prozent (KöSt, Anm.) war vor zehn Jahren vernünftig; heute ist das im Hinblick auf die Situation in der Slowakei mit 19 Prozent KöSt zu wenig."

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