"trend": IV-General Fritz für infrastrukturholding

IV-General Lorenz Fritz und Investkredit-Chef und Kanzlerberater Wilfried Stadler fordern von der Regierung die Umsetzung der versprochenen Infrastrukturholding ein.

Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit den Reformen bei Bahn und Post fordert Lorenz Fritz, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, von der Regierung die Bildung einer eigenen Infrastrukturholding ein.

"Wir müssen uns mit der Schaffung einer eigenen Infrastruktur-Holding befassen, die wirklich wieder Beteiligungen hält", sagte Fritz gegenüber der am Dienstag erscheinenden Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend", "denn die ÖIAG (die derzeit 100 Prozent der Post AG hält, Anm.) ist ja eine Privatisierungsagentur mit einem ganz anderen Anforderungsprofil."
In diese Infrastrukturholding will Fritz Unternehmen wie Post, Verbund und Bahn einbringen: "Wenn die ÖBB-Reform bald auf Schiene kommt, könnte das im kommenden Jahr umgesetzt werden. Immerhin gibt es ja auch einen entsprechenden Passus im Regierungsprogramm."
Auch Investkredit-Chef und Kanzlerberater Wilfried Stadler plädiert laut "trend" vehement für die Umsetzung des Projekts Infrastrukturholding, das nach seinen Worten "einen professionellen Puffer zwischen Politik und Unternehmen schaffen könnte." Die Ministerien könnten sich dann wieder auf Grundsatzpolitik konzentrieren, während diese Holding "mit einem professionellen Management die Strukturen so herrichten könnten, dass sie partnerfähig werden - etwa für Projektfinanzierungen, PPP-Projekte oder für internationale Allianzen." Nach der notwendigen Restrukturierungsphase, so Stadler, "sollten wir jetzt wieder in eine offensivere Phase kommen und aktiv an die Märkt herantreten. Denn das Hauptziel heißt strategische Standortoptimierung."

Rückfragen & Kontakt:

trend-Redaktion Tel. 01/53470-3402

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TRE0001