Projekt "Psychosomatische Klinik in Millstatt" ist in der Zielgeraden

Info-Veranstaltung mit Gesundheitsstaatssekretär Wanek, LH Jörg Haider und Dir. Samonigg in Millstatt

Klagenfurt (LPD) - Das Projekt der Psychosomatischen Klinik am Millstättersee macht wesentliche Fortschritte und ist gleichsam in der Zielgeraden. Spittal-Millstättersee ist als Standort fix, ebenso wie je ein weiterer in Bad Aussee und Eggenburg in Niederösterreich. "Es fehlt nicht mehr allzu viel", sagte der Projektkoordinator Krankenhausdirektor Hermann Samonigg bei einer Informationsveranstaltung am Freitag abend in Millstatt, an der auch Landeshauptmann Jörg Haider und Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Wanek teilnahmen. Erst wenn alles vertraglich unter Dach und Fach sei, dann werde begonnen, führte Samonigg aus. Der Baubeginn könnte demnach 2004 erfolgen und mit dem Betrieb ein Jahr darauf schon begonnen werden. Vorgesehen ist eine Kapazität von 100 Betten.

Auch der Landeshauptmann betonte, dass die schwierigste Phase bereits überwunden sei, als es um die Grundsatzentscheidung sowie Bettenkapazität bzw. die Finanzierung gegangen sei. Nun sei es wichtig, vorzusorgen, dass auch das entsprechende Fachpersonal für die Klinik ausreichend zur Verfügung stehen werde, betonte Haider.

Das Projekt werde realisiert werden und sei ein Teil all jener Bemühungen, die darauf hinzielen, den Standort Oberkärnten wirtschaftlich zu stärken. Die Krise der Schuhfabrik Gabor habe weiteren Nachdruck verliehen, um neue wirtschaftspolitische Konzepte "weg von den verlängerten Werkbänken" in Kärnten und speziell auch in Oberkärnten umzusetzen. Haider strich die geplante Ravensburger Spielewelt am Millstätter See hervor, die eine Tourismusattraktion darstelle und für rund 150 neue Arbeitsplätze sowie regionale Wertschöpfung sorge. In diesem Zusammenhang kritisierte der Landeshauptmann die neuerliche Verzögerung, die nun durch das Landwirtschaftsministerium bezüglich einer möglichen UVP-Prüfung erfolge. Der Landeshauptmann unterstrich, dass er dem Minister klarmachen wolle, dass es nicht angehe, dieses enorm wichtige Beschäftigungsprojekt durch Behördenschikane weiter verzögern zu lassen.

Mit der Landes-Ausstellung "Kärnten wasser.reich" ab 2004, der Neugestaltung des Römerbades in Bad Kleinkirchheim, der geplanten Erweiterung des Unternehmens Europlast wie auch der neuen -"Schikaiser" Franz Klammer gewidmeten - Weltcupabfahrtsstrecke nannte der Landeshauptmann weitere Beispiele und regionalpolitische Initiativen zur Stärkung und Attraktivierung des Standortes Oberkärntens.

Staatssekretär Wanek gab sich ebenfalls sehr zuversichtlich, dass die geplante Klinik umgesetzt wird. Gut sei auch, dass ein Krankenhaus (Samonigg/Spittal) im Nahbereich als Kooperationspartner vorhanden sei. Er gehe davon aus, dass die Klinik später (ab 2008) in die leistungsorientierte Krankenhausfinanzierung (LKF-System) übernommen werde. Grundsätzlich solle es einen sinnvollen Föderalismus im Gesundheitssystem geben. Die Medizin müsse persönlich bleiben, unterstrich der Staatssekretär und Arzt Wanek.

Wie Samonigg feststellte, sei der Betrieb der österreichweit drei geplanten Kliniken laut Hauptverband der Sozialversicherungsträger und durch die Mitfinanzierung der jeweiligen Länder bis Ende 2007 gesichert, danach sollten die Länder die Kosten übernehmen, weil sich der Hauptverband zurückziehe.

Umgelegt auf die Betten wurde erklärt, dass 35 Betten über die Pensionsversicherungsanstalt, weitere 35 über Privatversicherungen und 30 über die öffentliche Hand (Krankenhaus Spittal und Krankenanstaltenfonds) abgedeckt werden könnten. Das 27.800 Quadratmeter große Grundstück sei bereits erworben, auch in die Planung sei schon 1,5 Mio. Euro investiert worden, so Samonigg. Es werde eine Errichter- und eine Betreibergesellschaft geben.

DDr. Ully Rolles ging auf das Leistungsangebot der geplanten Psychosomatischen Klinik Spittal-Millstättersee und seine Dringlichkeit näher ein. Behandlungsschwerpunkte betreffen Krankheitsbilder wie Depressionen mit Somatisierung, Angsterkrankungen, Essstörungen, Stresserkrankungen und Burn-Out-Symptome sowie chronische Schmerzen.

Auch Millstatts Bürgermeister Josef Pleikner dankte der Politik und Direktor Samonigg für die Bemühungen und hofft, dass auch die allerletzten Hürden sowohl für das Ravensburger Spieleland als auch die Psychosomatische Klinik rasch beseitigt werden können. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at/index.html

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0001