Kowarik/Hobek: Kein „Klein-Traiskirchen“ in Rudolfsheim-Fünfhaus!

FPÖ gegen weiteres Asylantenheim im 15. Bezirk

Wien, 2003-11-21 (fpd) - Der freiheitliche Gemeinderat und Landtagsabgeordnete Mag. Helmut Kowarik verstärkte heute seine Ablehnung eines weiteren Asylantenheimes in Rudolfsheim-Fünfhaus. Eine Nachnutzung des ehemaligen Schwesternheimes in der Meiselstraße 23 sei zwar gewünscht, aber in einer anderen Form. Er persönlich könne sich beispielsweise eine Einrichtung zur geriatrischen Pflege sehr gut vorstellen. Ein Asylantenheim sei aber auf jeden Fall der falsche Weg. Bürgermeister Häupl solle bei der Verteilung der 500 Asylanten an Bezirke denken, die noch unbelastet sind. Man habe bisher mit einigen Einrichtungen zur Unterbringung von Asylanten im Bezirk große Probleme gehabt. „Es darf kein „Klein-Traiskirchen“ entstehen“, stellte Kowarik fest, „auch nicht im Sinne der Asylanten, die im Bezirk mit dem höchsten Ausländeranteil gleich bei Ankunft von der erfahrungsreichen Bevölkerung skeptisch beäugt werden.“

Der Klubobmann der Freiheitlichen in der Rudolfsheim-Fünfhauser Bezirksvertretung, Mag. Martin Hobek, zeigte sich über das Verhalten der Bezirks-SPÖ verwundert: „Die sozialdemokratische Stadtverwaltung ist in diesem Fall auch über die eigene Bezirksgruppe drübergefahren, die sich das auch noch stillschweigend gefallen lässt“. In der gestrigen Bezirksvertretungssitzung lehnte die SP-Fraktion gemeinsam mit den Grün-Alternativen eine Resolution der Freiheitlichen zur Verhinderung des Asylantenheimes in der Meiselstraße ab, und das kommentarlos. Während die SP-Bezirksräte wenigstens mit ihrem Schweigen ihr Zähneknirschen gegen die Genossen im Rathaus dokumentiert hätten, sei die Reaktion des Bezirksvorstehers Ing. Rolf Huber völlig unverständlich. In einer Presseaussendung hatte Huber sich überschwänglich zur Meiselstraße als Standort für das Asylantenheim bekannt. Seine Äußerung, ihm sei die Volkshilfe als Betreiber lieber als diverse „Pseudo-Sozialvereine“ sei wohl als Seitenhieb gegen die Caritas zu verstehen. Gegenüber der sozialdemokratischen Stadtverwaltung wäre aber nicht einmal das möglich gewesen. „Es ist schade, dass Bezirksvorsteher Huber bis zu seinem pensionsbedingten Rücktritt am 30. November offensichtlich nirgendwo mehr anecken will und so den Bezirk leider im Stich lässt“, bedauerte Hobek.

„Die Freiheitlichen werden sich weiterhin einsetzen, dass es zu keinem Asylantenheim in der Meiselstraße oder sonst wo im 15. Bezirk kommt“, schlossen Kowarik und Hobek. (Schluss) mh

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