AMA informiert: Milchmischgetränke in aller Munde

Wien (OTS) - Mit den vielfältigen Milchmischgetränken bzw. Wellnessdrinks auf Milchbasis punktet die Milchindustrie seit einigen Jahren beim Geschmack der Österreicherinnen und Österreicher und damit auch im Handel. Die Produkte werden von Jung und Alt neben "weißen Basis"-Milchprodukten als willkommene Abwechslung im Kühlregal gesehen. Kritische Stimmen prangern Milchmischgetränke jedoch immer wieder vor allem aufgrund des hohen Zuckergehalts an. Die Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH. (AMA) informiert daher über einige wichtige Fakten dazu.

Zucker ist nicht gleich Zucker

Wer den Zuckeranteil in Milchmischgetränken als Würfelzucker-Anzahl pro Liter darstellt, sollte folgende Überlegungen berücksichtigen: Im Gegensatz zu diversen Getränken wie Limonaden & Co kommt ein nicht unwesentlicher Teil der Gesamtzuckermenge (am Etikett für Konsumenten als Kohlenhydratgehalt ausgewiesen) aus dem natürlichen Milchzucker des Ausgangsprodukts Milch. Milchzucker (Laktose) wird aber vom Körper im Vergleich zu Weiß- oder Traubenzucker langsamer verwertet und verursacht darüber hinaus kaum Karies. Es ist daher nicht korrekt, diesen Anteil des Zuckers ebenfalls in Würfelzucker umzurechnen. Sonst müsste man sich auch am natürlichen Zuckergehalt frisch gepressten Orangensaftes stoßen, dessen Zuckermenge pro Liter 22 Würfelzucker-Stücken entsprechen würde. Bei einer sachlichen Beurteilung der Zuckeraufnahme mit Milchmischgetränken ist daher eine Darstellung des zugesetzten Zuckers pro Portion (und nicht unrealistischerweise pro Liter) empfehlenswert.

Geringer Fettanteil positiv

Fast alle derzeit am Markt befindlichen Milchmischgetränke weisen einen niedrigen bis sehr niedrigen Fettanteil auf. Es lohnt sich, auf diese nicht selbstverständliche Tatsache zu achten. Denn vor allem überhöhte Fettaufnahme wird von Ernährungswissenschaftern wie Medizinern als Hauptverursacher für Übergewicht und daraus resultierende Zivilisationskrankheiten gesehen. In dieser Hinsicht entsprechen Milchmischgetränke auch dem Wellnessgedanken.

Milchmischdrinks - mehr Nahrungsmittel als Getränk

Weil sie trinkbar sind, werden Milchmischgetränke häufig mit anderen alkoholfreien Erfrischungsgetränken verglichen. Jedoch liefern besonders Limonaden, Colagetränke u.ä. außer Zucker keine anderen Nährstoffe. Milchmischgetränke hingegen punkten wie die klassischen Milchprodukte mit den wertvollen Inhaltsstoffen der Milch. Neben bekömmlichem Eiweiß, B-Vitaminen und Magnesium ist besonders der Mineralstoff Kalzium erwähnenswert.

Aktueller Ernährungsbericht fordert kalziumbewusste Ernährung

Im kürzlich publizierten Österreichischen Ernährungsbericht 2003 zeigen sich in allen Bevölkerungsgruppen zum Teil gravierende Defizite bei der Kalziumversorgung. Lehrlinge erreichen gar nur 39 Prozent der altersgemäß empfohlenen Menge. Demnach zeigt dieser Bericht deutlich die verbesserungswürdige Situation und fordert eine verstärkte Zufuhr kalziumreicher Produkte in allen Altersgruppen. Milch und Milchprodukte stellen bei den österreichischen Ernährungsgewohnheiten eindeutig die wichtigsten Kalziumlieferanten dar. Mehr als die Hälfte des knochenstärkenden Minerals werden derzeit über diese Lebensmittelgruppe aufgenommen.

Milchmischgetränke bei Jugendlichen im Trend

Ein wichtiger Aspekt bei der Versorgungsoptimierung ist schlussendlich die Akzeptanz der verschiedenen Kalziumquellen. Zahlreiche Marktforschungsstudien zeigen, dass Produkte der weißen Milchpalette als gesunde, aber auch brave, ja fast schon altmodische Lebensmittel gesehen werden. Besonders bei Jugendlichen liegt daher z.B. pure Trinkmilch immer weniger im Trend. Die Milchindustrie orientiert sich im Hinblick auf eine ausreichende Kalziumversorgung daher am Geschmack und den Bedürfnissen dieser Konsumenten. Milchmischgetränke erfüllen die Erwartungen der modernen Gesellschaft an ein wohlschmeckendes Wellnessgetränk und können daher einen (wenn auch nicht den alleinigen) Beitrag zum adäquaten und von Ernährungsgesellschaften empfohlenen Kalziumkonsum liefern.

Alle diese Fakten zeigen deutlich, dass es sich aufgrund der hohen Nährstoffdichte von Milchprodukten in jedem Fall lohnt, dieser Lebensmittelgruppe einen angemessenen Platz im Essalltag einzuräumen.

~ Tipps zum richtigen Umgang mit Milchmischgetränken bzw. Wellnessdrinks auf Milchbasis: ~

- Fruchtmolke zum Durstlöschen gespritzt trinken;

  • Am Etikett gibt der Kohlenhydratanteil Auskunft über den Gesamtzuckeranteil im Produkt;
  • Wenn keine Zeit zum Essen bleibt, können Milchmischgetränke in größeren Gebinden eine Mahlzeit ersetzen und den Hunger nährstoffreich stillen;
  • Produkte, die mit Zuckerersatzstoffen gesüßt sind, enthalten nur den aus der Milch kommenden Milchzucker;
  • Als Alternative zum Griff in die Schoko-Lade oder als Dessert eignen sich gezuckerte Milchdrinks dazu, den Süßgusto nährstoffreich zu stillen.
  • Probiotische Milchprodukte leisten als vorbeugendes Mittel gegen antibiotika-verursachte Verdauungsstörungen wohltuende Unterstützung. Gesunde Personen dürfen sich von probiotischen Produkten aber keinen sofortigen Zusatznutzen erwarten. Der regelmäßige Konsum von probiotischen Milchprodukten kann mithelfen, das Risiko für Störungen des Darmgleichgewichtes durch äußere Einflüsse zu verringern.

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