HUAINIGG: GEMEINSAMES PROJEKT VON WIRTSCHAFT UND BEHINDERTENVERTRETER/-INNEN

Dialog zur Erschaffung neuer Arbeitsplätze für behinderte Menschen muss ohne Tabus geführt werden

Wien, 20. November 2003 (ÖVP-PK) Die Kampagne K21, bei der behinderte Menschen gemeinsam mit der Wirtschaftkammer Österreich UnternehmerInnen im direkten Kontakt sensibilisiert haben, ist ein neuer Weg des Erfahrungsaustausches, begrüßte heute, Donnerstag, ÖVP-Behindertensprecher Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg die Kooperation. ****

Aus diesem einzigartigen Projekt sei eine Unternehmermesse, ein Informationsbrief der WKÖ an UnternehmerInnen und sogar eine Internetplattform entstanden, auf der Betriebe sich über Beschäftigungsmöglichkeiten und Förderungen informieren können. "UnternehmerInnen muss klar gemacht werden, was behinderte Menschen als MitarbeiterInnen für den Betrieb bringen", sagte Huainigg. Best-Practice-Beispiele hätten gezeigt, dass sich das soziale Klima im Betrieb positiv verändert, und dass man engagierte MitarbeiterInnen gewonnen habe. "Zum neuen Bild muss auch gehören, dass behinderte Menschen auch KundInnen sind", so der ÖVP-Behindertensprecher.

"Dieser im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung entstandene Dialog muss auch in den nächsten Jahren weitergeführt werden" , forderte Huainigg. Er begrüße die Bereitschaft von Wirtschaft und BehindertenvertreterInnen am gemeinsamen Ziel, der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen für Mensch mit Behinderung, weiterzuarbeiten. In der Diskussion über zieladäquate Maßnahmen "darf es keine Tabus geben", so der ÖVP-Behindertensprecher. Sei es nun die Form oder die Höhe der Ausgleichstaxe, der Kündigungsschutz, ein einzuführendes Mediationsverfahren oder Lohnzuschüsse. "Tatsache ist jedoch, dass die heutigen Instrumente nicht ausreichend geeignet sind, um die Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung auf eine akzeptable Höhe zu bringen." Besonderes Augenmerk müsse dabei auf Klein- und Mittelbetriebe gelegt werden, aus denen die österreichische Wirtschaft hauptsächlich besteht, sagte Huainigg abschließend.
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