Lehrer-Engpass: FP-Mühlwerth fordert Wiener Konzept für Nachbesetzungen als Basis für Verhandlungen

Vorhandene Lehrer-Reserven sind umgehend in Stellung zu bringen

Wien, 20.11.03 (fpd) - Die Frühpensionierungen hunderter Lehrer wird ab Dezember zu ernsten Schwierigkeiten auch an Wiener Schulen führen, warnte heute die freiheitliche Stadtschulrats-Vizepräsidentin Monika Mühlwerth. Ein Einsatzplan für die reibungslose Nachbesetzung der freiwerdenden Stellen müsse daher von Stadtschulrat, Bildungs- und Finanzministerium rasch geschmiedet werden.

SP-Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl habe den Pensionierungsansuchen leichtsinnigerweise im vollen Umfang stattgegeben, obwohl die verheerenden Auswirkungen vorrausehbar waren. Die Großzügigkeit von Brandsteidl hätte aber zumindest bedingt, dass schon zuvor ein Plan mit den verfügbaren Landeslehrern in Wien ausgearbeitet und mit dem Bund auf Schiene gelegt werden müssen. Hier habe Brandsteidl versagt, hielt Mühlwerth fest.

Jahrelang sei über die "Pädagogen-Schwemme" gejammert und von Tausenden anstellungslosen Junglehrern fabuliert worden. Jetzt, wo sich diesen eine Chance zur Anstellung auftun würde, habe Brandsteidl kein Konzept zur Nachbesetzung parat, das als Basis für Verhandlungen mit dem Bildungsministerium notwendig ist.

So kann Anfang Dezember etwa in Essling der Fall eintreten, dass vier Volksschulklassen ohne Lehrer dastehen. Das würde das Vertrauen der Eltern in das Wiener Bildungssystem, das durch die Lehrerstreiks im vergangenen Jahr ohnehin gelitten hat, weiter erschüttern, warnte Mühlwerth abschließend. (Schluß)am

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