KORRIGIERTE NEUFASSUNG der OTS0112 von heute: Sparkassen in den ersten drei Quartalen mit Ergebnis- und Ertragsplus

Betriebsergebnis stieg um 38% - Cost-Income-Ratio von 72 % auf 66 % gedrückt

Wien (OTS) - Die österreichische Sparkassengruppe konnte in den ersten drei Quartalen 2003 trotz schwieriger Rahmenbedingungen ihre Ertragslage deutlich verbessern. Das Betriebsergebnis der 61 Regionalsparkassen plus Erste Bank als Leadbank stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 38,2 % auf 650,9 Mio. Euro. Der Betriebsertrag erhöhte sich um 11,4 % auf 1,9 Mrd. Euro. "Die Saat unserer Verbundstrategie mit der Konzentration auf das Retailgeschäft und dem gemeinsamen Marktauftritt geht nun auf", stellte Josef Kassler, Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes, anlässlich der Präsentation der Quartalsergebnisse der Gruppe fest.

Die forcierte Kundenoffensive der Sparkassen in den letzten neun Monaten hat offenbar gegriffen. Der Nettozinsertrag stieg um 5,9%. Beim Provisionsüberschuss konnten die Sparkassen sogar ein Plus von 10,5 % erzielen. Die Zinsspanne bezogen auf die durchschnittlichen Aktiva (inklusive Barreserve, Handelsaktiva, Sachanlagen, immaterielles Anlagevermögen und sonstige Aktiva) lag in den ersten drei Quartalen 2003 bei 1,6%. Mit einem Plus von 49% entwickelte sich das Handelsergebnis (Saldo Finanzgeschäfte) recht ordentlich. "Die Konsumenten vertrauen der Wirtschaftskraft unseres Landes offenbar mehr als den Wirtschaftsforschern und nehmen wieder Kredite auf. Vor allem bei jenen Instituten, die ihnen besonders nahe sind. Und das sind nun mal die Sparkassen", erklärt Kassler den anhaltend positiven Trend. Angesichts der sich abzeichnenden Konjunkturerholung rechnen die Sparkassen mit erheblich weniger Kreditausfällen als im letzten Jahr und haben daher ihre Mittel zur Risikovorsorge um 18% zurückgeschraubt.

Kräftig auf die Bremse gestiegen sind die Institute bei den Kosten. Mit einem Bündel an Maßnahmen konnte die Cost-Income-Ratio (Verhältnis der Kosten zum Ertrag) von 72% auf 66% gedrückt werden. Dies war vor allem durch Einsparungen beim Sachaufwand (-1,4%) möglich. Während die Zahl der Mitarbeiter um 112 auf 12.817 (gewichteter Durchschnitt) zurückging, stieg der Personalaufwand erneut um 1,2%.

Die Zahl der Filialen blieb mit 1092 (-2) ziemlich konstant. Von den 62 eigenständigen Sparkassen sind 24 Vereinssparkassen und 38 Gemeindesparkassen mit insgesamt 27 Stiftungen.

Was die Geschäftsentwicklung betrifft, so konnten die Mitglieder des Sparkassenverbandes ihre Bilanzsumme in den ersten drei Quartalen um 6,5% auf 111,8 Mrd. Euro verbessern. Während die öffentliche Hand und die Unternehmen noch zögern, Kredite aufzunehmen (-2,3%) hat sich die Kreditvergabe an Private um 5,6% auf 12,4 Mrd. Euro erhöht. Insgesamt stiegen die Kundenforderungen um 1,2% auf 50,5 Mrd. Euro. Auf ein "all-time-high" von mehr als 26,1 Mrd. Euro (+2%) sind mittlerweile die Spareinlagen angewachsen. Während sich die Sichteinlagen um 16% und die verbrieften Verbindlichkeiten um 9,7% erhöhten, gingen die Termineinlagen um rund 9% zurück. In Summe kletterten die Primärmittel um 5,5% auf 63,2 Mrd. Euro.

Sehr zufrieden sind die Sparkassen derzeit mit ihrem Image in der Öffentlichkeit. Vor allem bei den Attributen "bedeutend", "freundlich" und "kundenorientiert" konnten die Finanznahversorger in Umfragen deutlich zulegen. Das neu gewonnene Vertrauen drückt sich auch in höheren Marktanteilen aus. Im Gegensatz zu ihren Mitbewerbern konnten die Sparkassen als einzige die Kundenanteile in den ersten neun Monaten 2003 auf 21,3% erhöhen und sich damit ebenso wie bei der Bilanzsumme auf Platz zwei der österreichischen Finanzgruppen vorschieben.

Die Sparkassengruppe ist Österreichs größter Vollanbieter im Finanzbereich. 62 Sparkassen mit der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG als Leadinstitut sowie zahlreiche Tochterunternehmen bieten sämtliche Finanz-Dienstleistungen kompetent an: vom Sparbuch, Kredit, Wertpapierhandel über Versicherungen, Leasing und Factoring, bis zur Finanzierung von Bauen & Wohnen. Ziel ist es, den Privatkunden und mittelständischen Unternehmern eine umfassende Produktpalette und persönliches Service auf höchstem Niveau zu bieten. Ende 2002 wies die Sparkassengruppe eine Bilanzsumme von 103 Mrd. Euro aus und beschäftigte über 15.000 Mitarbeiter.

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