Kuntzl zu Familienwahlrecht: "Völlig absurde Idee"

Nicht die Rechte der Kinder stehen dabei im Vordergrund sondern Bevormundung durch die Eltern

Wien (SK) "Die Einführung des so genannten 'Familienwahlrechtes' ist eine absurde Idee und völlig aus der Zeit", so SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl am Donnerstag gegenüber den SPÖ-Pressedienst. Kuntzl zeigte sich erstaunt über den Vorstoß des Katholischen Familienverbandes, anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte von einer zu erwartenden "Verbesserung des Wahlrechtes" zu sprechen. ****

Wenn Eltern stellvertretend für ihre Kinder wählen dürfen, stärke das in keinem Fall die Rechte der Kinder, sondern bedeute Bevormundung durch die Eltern. Der Ausbau des Wahlrechtes im Sinne einer tatsächlich eigenständigen Mitbestimmung von Jugendlichen wäre höchst an der Zeit, scheitere aber immer wieder an der ÖVP. "Es ist eigenartig, die Bevormundung von Kindern und Jugendlichen als Fortschritt darzustellen." Die Errungenschaft des allgemeinen Wahlrechtes sei schließlich jedem/r mündigen BürgerIn eine eigene Stimme zu geben und keine Gewichtungen zuzulassen, stellte Kuntzl klar. "Die Senkung des Wahlalters auf 16 ist eine faktische Stärkung der Jugendlichen, die so ihre eigene Stimme nutzen könnten." Soll am Internationalen Tag der Kinderrechte etwas Sinnvolles thematisiert werden, so müsse sicherlich unter anderem über die Verankerung der Kinderrechte in die österreichischen Verfassung gesprochen werden, schloss Kuntzl. (Schluss) cs/mm

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