FORMAT: Grasser sammelte weitere Spenden für Sozialfonds

Staatsanwaltschaft prüft Öffnung der Grasser-Konten.

Wien (OTS) - Wie das am Freitag erscheinende Nachrichtenmagazin FORMAT berichtet, hat Finanzminister Karl Heinz Grasser in den vergangenen Monaten weitere Vorträge vor Banken, Versicherungen und Unternehmen gehalten und von diesen Spenden für seine Sozialstiftung erhalten. Auf seinem eigens dafür eingerichteten Treuhandkonto befinden sich demnach mittlerweile jene 40.000 Euro, die für die Errichtung eines Sozialfonds notwendig sind. Im Juli, als die Affäre um Grassers Vortragshonorare publik wurde, befanden sich auf diesem Konto erst 25.000 Euro. Laut FORMAT-Informationen möchte Grasser nun in den nächsten Tagen seinen Sozialfonds auch offiziell ins Leben rufen.

Daneben dürfte der Finanzminister aber auch noch Probleme mit der Staatsanwaltschaft bekommen. Laut Justizsektionschef Werner Pürstl hat das Justizministerium "weitere finanzbehördliche Ermittlungen" gegen Grasser genehmigt. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und verbotene Geschenkannahme. Bisher wurde laut dem zuständigen Staatsanwalt Michael Klackl gegen Grasser nur "sicherheitsbehördliche Erhebungen" angestellt. Der nächste Schritt wäre die Einleitung formeller gerichtlicher Vorerhebungen. Klackl zu FORMAT: "Die weitere Vorgangsweise ist noch offen. Es wäre auch denkbar, einen Untersuchungsrichter beizuziehen." Dadurch könnte Klackl den Minister vorladen und auch, wie es das Bundeskriminalamt wünscht, die Konten des Ministers und des ihm nahestehenden Vereins zur Förderung der New Economy öffnen.

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