Pharmig: Panikmache durch übertriebene Defizit-Prognosen

Wieder einmal ist alles viel weniger schlimm als befürchtet - von explodierenden (Medikamenten-)Kosten keine Spur.

Wien (OTS) - Laut "Kurier" muss der Hauptverband den voraussichtlichen Abgang für heuer und die nächsten zwei Jahre nach unten korrigieren. Demnach beträgt das Krankenkassen-Defizit in diesem Jahr nicht wie angekündigt 318, sondern nur 237 Millionen Euro. 2004 wird das Minus nur 154 Millionen Euro statt der ursprünglich prognostizierten 270 Millionen Euro ausmachen, für 2005 wurde die Prognose von 682 Millionen Euro auf 599 Millionen Euro hinunterrevidiert. "Seit vielen Jahren ist es immer wieder das gleiche Spiel", ärgert sich Erhard P. Geisler, Geschäftsführer der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen. "Zuerst verkündet man irgendwelche Horrorzahlen, spricht von angeblich explodierenden Medikamentenkosten - und dann stellt sich heraus, dass alles viel weniger schlimm ist als angenommen."

Gerade die Pharmig hat immer wieder auf die Unzuverlässigkeit von Defizit-Prognosen des Hauptverbands hingewiesen und das auch mit statistischen Daten belegt: Faktum ist, dass von 1996 bis 2002 die angekündigten Defizit-Prognosen nur einmal, 1999, auch tatsächlich eingetroffen sind. In allen anderen Jahren wurden die prognostizierten Defizite bei weitem nicht erreicht. 1997 hat man statt des angekündigten Defizits von 363 Millionen Euro sogar einen Überschuss von 108 Millionen Euro erzielt!

"Da fragt man sich schon, ob das nicht ein Fehler mit System ist", argumentiert Pharmig-Chef Geisler. Der Verdacht liege nahe, dass der Hauptverband mit geschönten Zahlen operiert und auf diese Art und Weise Politik machen will. Diese Panikmache, so Geisler, nütze jedoch niemandem, sondern verstelle den Blick auf die wahren Probleme des Gesundheitswesens. "Tatsächlich geht es nämlich darum, dass die Patienten einen raschen Zugang zu innovativen Arzneimitteln bekommen. Derzeit ist es leider immer noch so, dass es in Österreich durchschnittlich bis zu zwei Jahren dauert, bis ein neues Medikament von der Kasse bezahlt wird. Und das ist viel zu lange!"

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