Fischer stellt neue Kanzlerbiographie vor

Pelinka ruft mit "feiner Ironie" Worte von Schüssel als Vizekanzler in Erinnerung

Wien (SK) Der II. Nationalratspräsident Heinz Fischer präsentierte am Mittwoch Abend gemeinsam mit Nationalratspräsident Khol ein soeben neu erschienenes und von News-Chefredakteur Peter Pelinka geschriebenes Buch über Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Fischer merkte in seiner Rede an, dass der Autor, Pelinka, sichtlich um einen Mittelweg bemüht gewesen sei, der sich jedoch mehr in "einer Zone des gemäßigten Wohlwollens" befinde. ****

Bei genauerer Betrachtung und nach Abschätzung der positiven und negativen Kommentierungen bleibe ein "sanft positiver Mittelweg unter dem Strich übrig", so Fischer, der mit einem leichten Schmunzeln anmerkte, dass zum Glück nicht ihm, Fischer, sondern Khol die Weihnachtsferien verdorben worden seien. Khol hatte nämlich in seiner Rede darauf hingewiesen, dass er zu 90 Prozent mit dem Teil des Buches, der sich mit der Neuauflage von Schwarz-Blau beschäftigt, nicht einer Meinung sei, und deswegen über die Weihnachtsfeiertage selbst zur Feder greifen werde, um ein Buch über das Jahr 2003 zu schreiben. Fischer: "Zum Glück wurde Andres Khol das Weihnachtsfest verdorben und nicht mir. Dafür bin ich Peter Pelinka dankbar."

Warum gerade er, Fischer, der ja schließlich auch SPÖ-Vizeparteichef sei, eine Rede über eine Kanzlerbiographie halte, habe drei Gründe. Fischer: "Zum ersten weil ich Gratwanderungen liebe, zum zweiten weil ich Büchernarr bin und zum dritten, weil es trotz der politischen Konkurrenz auch Berührungspunkte gibt und schlussendlich, weil ich von Peter Pelinka gebeten wurde."

Interessant und bemerkenswert sei auch die "umgekehrte Zeitschiene", die das Buch mit 2003 beginnen lasse und zurückgehe bis zum Geburtsjahr des Kanzlers, so Fischer, der sich darüber freute, dass Pelinka in seinem Buch "mit feiner Ironie so manche Worte Schüssels als Vizekanzler in Erinnerung rufe, die nun aus heutiger Sicht manchmal im Widerspruch zu dem stehen, was Schüssel als Kanzler so alles gesagt habe. Abschließend merkte Fischer noch an, dass das Buch zwar kein autorisiertes, aber dafür ein feines Buch sei, das Schüssel sicherlich mit Interesse lesen werde. (Schluss) rr

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