Technologieoffensive 3: Strukturschwächen beseitigen

Neue Calls 2004: zur Frauenförderung und zur Unterstützung von Kooperationen zwischen Unternehmen in Wien und den EU-Erweiterungsstaaten

Wien (OTS) - Das Instrument der Calls wird nicht nur zur Förderung der Stärkefelder Life Science, Creative Industries oder IKT eingesetzt, sondern auch zur Stärkung von Wirtschaftsbereichen, in denen es strukturelle Schwächen zu beseitigen gilt. So die beiden im Herbst 2003 durchgeführten Calls " Cooperate Vienna 2003" und "Rationelle Energienutzung Vienna 2003". Für beide Calls ist die Einreichphase abgeschlossen, die Entscheidung der Jury über die Gewinner und damit über förderungswürdige Projekte wird bis Ende 2003 bzw. Anfang 2004 vorliegen. Zwei neue Calls zur Beseitigung von Strukturschwächen starten im Jahr 2004: Der Fem Power Vienna 2004 und ein Call zur Förderung der Zusammenarbeit von Wiener Unternehmen mit Partnern in den Erweiterungsländern.

Call Fem Power Vienna 2004 soll Frauenanteil in der Forschung steigern

Der Anteil der Frauen, die in Österreich in der Forschung arbeiten, beträgt nur 9 Prozent (EU-Durchschnitt: 14,9 Prozent), und das obwohl an den Universitäten der Anteil zum Beispiel an promovierten Naturwissenschafterinnen, Mathematikerinnen und Computerwissenschafterinnen bereits 35,2 Prozent beträgt. Offenbar ist es also bisher nicht gelungen, Frauen vermehrt in dieses Arbeitsfeld zu integrieren. Abhilfe soll der Call Fem Power Vienna 2004 schaffen. Er richtet sich an alle Wiener Unternehmen, die Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen, die entweder von Frauen geleitet oder maßgeblich von Frauen bearbeitet werden. Zwei Millionen Euro stehen für diesen Call zur Verfügung. Beurteilt werden die Projekte von einer internationalen Jury. Die Einreichfrist für diesen Call wird voraussichtlich im Juni 2004 sein. Außerdem wird das ZIT interessierten Firmen die Möglichkeit bieten, die eigenen Strukturen und Arbeitsabläufe auf geschlechtsspezifische Benachteiligungen zu untersuchen und Maßnahmen zu entwickeln, um eine bessere Einbindung von Frauen in die betriebliche Forschung zu erreichen.

Neuer Call für Unternehmen, die mit Partnern in den Erweiterungsländern kooperieren

Dieser neue Call im Jahr 2004 will die Funktion Wiens als West-Ost-Drehscheibe und als mitteleuropäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum verstärken. Ende 2004 wird dieser Call für Wiener Unternehmen ausgeschrieben, die Forschungs- und Entwicklungsprojekte gemeinsam mit Partnern aus den Beitrittsländern durchführen. Für diesen Call werden auch substantielle EU-Mittel lukriert werden, das zur Verfügung stehende Budget wird, je nach Ergebnis einer noch durchzuführenden vertiefenden Potentialrecherche und der Höhe der EU-Kofinanzierung, zwischen zwei und drei Millionen betragen.

Bereits 2003 durchgeführt: Calls für die Förderung von Forschungskooperationen und Rationelle Energienutzung

Cooperate Vienna 2003 hat sich an Unternehmen gerichtet, die in Koopera-tion mit wissenschaftlichen Einrichtungen Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen, wobei auch das Unternehmen selbst bedeutende Anteile der Forschungs- und Entwicklungsleistungen erbringen musste. Der Call war mit einem Budget von zwei Millionen Euro dotiert. 41 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen haben Projekte vorgeschlagen, die derzeit von der Jury beurteilt werden.

Der Call Rationelle Energienutzung Vienna 2003 verfolgte das Ziel, innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Umweltbereich, zum Beispiel für Aufbringung, Umwandlung und Anwendung von Energie, Energieorganisation und Eco-Design, zu identifizieren und zu unterstützen. 20 Projekte wurden eingereicht. Die Entscheidung über die Förderungswürdigkeit der Projekte wird von der Jury bis Ende des Jahres bekannt gegeben. Insgesamt stehen für die Gewinnerprojekte zwei Millionen Euro bereit. (Schluss) gaw

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