ARBÖ-Aktion: "Sicher wie in Mamas Bauch"

33 Prozent der Babys am Beifahrersitz lebensgefährlich angeschnallt

Wien (OTS) - Jedes dritte Baby, das vorne am Beifahrersitz in
einer Babyliegeschale transportiert wird, ist falsch und lebensgefährlich angeschnallt! Das ist das niederschmetternde Ergebnis eines von September bis Oktober in allen 94 ARBÖ-Prüfzentren durchgeführten Kindersitztests. Der fatale Fehler: Der Airbag des Beifahrersitzes ist eingeschaltet und bei einem Unfall droht dem gegen die Fahrtrichtung platzierten Säugling zusätzliche Gefahr durch den herausspringenden Airbag. Bewusstseinsbildung ist dringend gefragt, bei Müttern, Vätern, Omas, Opas, Tanten und Onkeln, aber auch Bekannten. "Da hört sich der Spaß auf! Wer Köpfchen hat, sollte es auch benützen und Arme, Beine und den Bauch schützen", schüttelt ClinClown Dr. Seltsam den Kopf (siehe Bild), "In diese wichtige Sache stecke ich gerne meine CliniClown-Nase."

Über die schweren gesundheitlichen Schäden wissen die Clowns durch ihre Besuche bei kranken Kindern bestens Bescheid. ARBÖ und CliniClowns starten gemeinsam die Bewusstseinsbildungs-Aktion "Sicher wie in Mamas Bauch". "Durch eine Reihe von Maßnahmen soll die Sicherheit der Kleinen verbessert werden", so Günther Schweizer, Chef der ARBÖ-Information. So bekommen Babys, die am Nikolo-Tag in einer noch zu bestimmenden Wiener Geburtenklinik das Licht der Welt erblicken, vom ARBÖ eine Babyliegeschale geschenkt. Mit den genauesten Instruktionen, wie Kind und Schale richtig montiert gehören. In der Steiermark gibt es beim ARBÖ (gemeinsamen mit dem Verkehrsreferat der Steiermark) wieder die Aktion "Christkindl". Für jedes in der Adventszeit geborene Baby gibt es ein Jahr lang kostenlose Leih-Babyliegeschalen.

Interessant sind die regionalen Ergebnisse des ABBÖ-Babyliegeschalentests. Demnach sind die Babys in Vorarlberg, Wien, Tirol und Burgenland überdurchschnittlich stark gefährdet. Im Mittelfeld liegen Niederösterreich und Salzburg und am relativ geringsten (aber trotzdem ernst zu nehmen) ist diese Problematik in Kärnten, Oberösterreich und in der Steiermark.

Und so liegen sie richtig

  • Baby-Liegeschalen am vorderen Beifahrersitz sind strikt verboten, wenn der Airbag am Beifahrersitz aktiviert ist.
  • Kann der Beifahrer-Airbag vom Fahrer nicht deaktiviert werden kann, muss die Baby-Liegeschale auf jeden Fall auf den Rücksitz wandern (gegen die Fahrtrichtung).
  • Größte Vorsicht ist auch dann geboten, wenn der Beifahrer-Airbag vom Fahrer aktiviert werden kann: Nicht vergessen, den Airbag wieder zu aktivieren, wenn Erwachsene daneben sitzen und ihn wieder auszuschalten, wenn das Baby hineinkommt. Der ARBÖ-Rat auch für diese Fälle: Baby auf die Hinterbank.

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