"Unsere Jugend benötigt Perspektiven für ihre Zukunft"

Zweite Präsidentin des Wiener Landtages, Erika Stubenvoll, fordert Ausbildungsmodelle nach dem Vorbild der Lehrlingsstiftungen

Wien (SPW-K) - "Die derzeitige Lage am Arbeitsmarkt erfordert von der Bundesregierung dauerhafte Maßnahmen zur Bewältigung der Lehrstellenkrise!", forderte Donnerstag Prof. Erika Stubenvoll, Zweite Präsidentin des Wiener Landtages und Vorsitzende des Vereins "Jugend am Werk" anlässlich des Betriebsbesuches von Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel, gestern, Mittwoch, in der Jugend am Werk-Lehrwerkstätte in Wien-Floridsdorf. Neben einem Rundgang durch die einzelnen Ausbildungsbereiche stand dabei vor allem das persönliche Gespräch mit den Jugendlichen im Mittelpunkt.

"Durch den Beschluss der Bundesregierung, das Modell der Lehrlingsstiftungen, in denen die Jugendlichen eine Lehre abschließen konnten, ab 1999 auslaufen zu lassen und durch 10-monatige Berufslehrgänge zu ersetzen, haben die jungen Menschen die Sicherheit eines Berufsabschlusses verloren.", erklärte Stubenvoll und wies auf die wichtige Funktion des Vereins "Jugend am Werk" hin: "Eine abgeschlossene und qualifizierte Berufsausbildung ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben."

Jugend am Werk eröffnet jungen Menschen durch verschiedenste Ausbildungsprogramme wieder neue Perspektiven, sei es in Form der klassischen Lehrausbildung, der Vermittlung von Zusatzqualifikationen oder auch durch spezielle Vorbereitungskurse zur Lehrabschlussprüfung. Darüber hinaus bemühen sich spezielle "JobfinderInnen" um den direkten Kontakt zur Wirtschaft und die Vermittlung von Lehrlingen. "Trotzdem ist die derzeitige Situation für die Ausbildungsbetriebe und die Jugendlichen selbst nicht zumutbar, da immer weniger Betriebe Lehrlinge aufnehmen", betonte Stubenvoll angesichts der sinkenden Vermittlungszahlen.

"Der Verein Jugend am Werk unterstützt daher die Forderung der Arbeiterkammer nach einer Aufstockung des Auffangnetzes für Jugendliche, in dem der Lehrabschluss so wie in den erfolgreichen ehemaligen Lehrlingsstiftungen möglich ist", betonte Stubenvoll, "Nur so können wir jungen Menschen wieder Perspektiven eröffnen!"

Jugend am Werk - eine Organisation gibt Antworten auf soziale Fragen

Jugend am Werk ist eine Organisation, die Jugendlichen und Menschen mit Behinderung durch hochwertige Dienstleistungen ein unabhängiges Leben in Selbständigkeit ermöglichen will. Junge Menschen, die keine Lehrstelle am freien Arbeitsmarkt gefunden haben, erhalten bei Jugend am Werk eine Vielfalt von Möglichkeiten zur Berufsausbildung und Qualifizierung. Menschen mit Behinderung bietet Jugend am Werk innovative Projekte zur beruflichen Integration, eine individuell angemessene Förderung und Begleitung in Werkstätten sowie ein differenziertes Angebot verschiedener Wohnformen.

In der Lehrwerkstätte Wien 21 von Jugend am Werk erhalten derzeit rund 300 Jugendliche eine hoch qualifizierte und zeitgemäße Ausbildung in verschiedenen Lehrberufen. (Schluss)

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