Kuntzl: "The Bachelor ist eine Fleischbeschau zur Verwirklichung von Männerphantasien"

Die Befürchtungen der KritikerInnen sind übertroffen worden

Wien (SK)"Alle vorab geäußerten Befürchtungen sind bei weitem übertroffen worden." SPÖ-Abgeordnete Andrea Kuntzl attestierte der neuen Kuppelshow des ORF "The Bachelor", "Realitätsverweigerung". "In stumpfsinniger Weise werden Frauen zu seltsamen Männerphantasien degradiert, die in letztlich nichts Anderem als in einer Fleischbeschau münden". Nicht nur die Kulisse erinnere an das 19.Jahrhundert, auch der gesellschaftspolitische Geist scheine von dort zu stammen. Es reiche der menschliche Hausverstand völlig aus, um bereits nach der ersten Folge zahlose Gründe für das Absetzen dieser Sendung zu finden. Wenn Progammdirektor Scolik und Generaldirektorin Lindner dennoch die angekündigten Qualitätsprüfungen benötigen, sollten sie nicht lange darauf warten lassen, forderte Kuntzl. ****

Der Aufbau der Sendung überlasse keinerlei Entscheidungen oder Einfluss den Frauen selbst und "sie sind letzlich nur Statistinnen in einer sexistischen Inszenierung". Der Frauenanteil in ORF-Sendungen sei ohnehin schon verschwindend gering - "Dieses Format ist sicher kein geeignetes Mittel um die Frauenquote anzuheben", zeigte sich Kuntzl empört. Der öffentlich-rechtliche Programmauftrag würde mit dieser Produktion zu Grabe getragen. Nachdem nicht mehr von einer "Vorabzensur" gesprochen werden kann, sei trotzdem klar: "Das Prädikat 'anspruchsvoll' ist in diesem Fall nicht zu vergeben." "Statt kreativem und engagiertem Potential in Österreich Raum zu geben, hat sich der ORF entschlossen, dieses letztklassige Fernsehformat zu produzieren", schloss Kuntzl. (Schluss) se/mm

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