Fremdenführer für die Westentasche

Tourismusinfo per Funknetz am Mozartplatz

Salzburg (OTS) - Ein in dieser Form einzigartiges touristisches Service haben fünf Salzburger IT-Unternehmen aus der Landesinitiative Cluster Digitale Medien entwickelt. Per kabellosem Internet können Anwender über mobile Endgeräte punktgenau touristische Informationen abfragen. Der Fremdenführer für die Westentasche wird damit Realität. Ein Testversuch läuft bereits erfolgreich am Mozartplatz in der Salzburger Altstadt.

Punktgenaue ortsbezogene Information

Rückgrat des Pilotprojekts ist ein lokales Internet-Funknetzwerk, ein sogenanntes Wireless LAN. Eine Funkstation im Internet-Cafe Cybar am Salzburger Mozartplatz stellt den kabellosen Zugang ins Internet in einem Umkreis von etwa 100 Metern bereit. Mit einem mobilen Endgerät, wie z. B einem Personal Digital Assistant (PDA) oder einem Notebook, können Anwender touristische oder auch gastronomische Information zu ihrem jeweiligen Standort abrufen. "Mit der Lösung ist es zum Beispiel möglich, Touristen auf den Spuren von Mozart durch die Stadt zu führen", erklärt Christoph Graul, Geschäftsstellenleiter des Projektpartners WIGeoGIS Salzburg.

Wissenswertes zum Mozart-Denkmal für japanische Touristen

Das Funktionsprinzip von WLANd Salzburg, so der Titel des Projekts, illustriert folgendes Szenario: Das Ehepaar Seyo aus Tokio spaziert über den Mozartplatz. Sie betrachten das Mozart-Denkmal und wollen mehr Informationen darüber erhalten. Im Hotel haben sie sich einen mobilen Computer ausgeborgt, der ihren Standort genau lokalisiert. Die Tourismus-Applikation weiß also, welches Kulturobjekt für sie interessant ist und bietet Wissenswertes über das Mozart-Denkmal an. Auf diese Weise erhält das Ehepaar Seyo Informationen über verschiedenste wichtige Kulturgüter in der Salzburger Altstadt.

Service für Kongressteilnehmer

WLANd Salzburg kann aber noch mehr. Christoph Graul: "Um nur ein Bespiel aus den unterschiedlichen Anwendungsbereichen herauszugreifen: Durch unsere Lösung wäre es für Kongressteilnehmer jederzeit möglich, auch um drei Uhr nachts das nächstmögliche offene Restaurant zu finden, das Salzburger Nockerl serviert." Eine Demo-Version auf der eigens für das Projekt eingerichteten Website http://www.wland.at/ zeigt die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten.

Erfolgreiche Landesinitiative

Das Projekt ist durch die Kooperation von Mitgliedsunternehmern in der Landesinitiative Cluster Digitale Medien von Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Eisl entstanden. Die Projektpartner neben der WIGeoGIS sind office edv, New Matrix Systems, David Röthler und Gerhard Roider. Cluster-Manager Christoph Hottes: "WLANd Salzburg ist ein Musterbeispiel dafür, wie auch in Zeiten schwacher Konjunktur durch firmenübergreifende Kooperation innovative Produktentwicklungen entstehen können." Bislang hat der Mediencluster mehr als 40 mal die Zusammenarbeit zwischen Betrieben aktiv unterstützt. Darüber hinaus wird das Projekt WLANd Salzburg auch durch die Schwerpunktförderung "Unternehmenskooperationen und -netzwerke" des Salzburger Strukturverbesserungsfonds mitfinanziert.

Starke Nachfrage

Im Prinzip steht der kommerziellen Verwertung des Projekts nichts mehr im Wege. Der Prototyp ist fertig, das Business-Modell steht. Eine Bedarfsanalyse unter Gewerbetreibenden und Touristen in der Salzburg Altstadt hat gezeigt, dass es eine starke Nachfrage nach einer Lösung wie WLANd gibt. Was jetzt noch fehlt ist allein ein Investor.

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Mag. David Röthler
Tel.: +43/662/650986
Mobil: +43/676/7312088
office@wland.at

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