NAFTA-Forum "Automotive Industry"

Österreichs Automobilzulieferindustrie muss Chance nützen und über den Atlantik in die USA, Kanada und nach Mexiko expandieren

Wien (PWK820) - "Österreichs Traum in den 70er Jahren von einer eigenen Pkw-Produktion ging zwar nie in Erfüllung, ums erfolgreicher entwickelte sich aber die Autozulieferindustrie", erklärte Georg Karabaczek von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ in seiner Eröffnungsrede zum NAFTA-Forum "Automotive Industry" heute in der Wirtschaftskammer. Es war dies die erste von insgesamt drei derartigen Veranstaltungen (die nächsten finden in Graz und Linz statt), um österreichischen Unternehmen der Autozulieferbranche die Chancen und Möglichkeiten eines Markteintritts in den drei NAFTA-Staaten USA, Kanada und Mexiko näherzubringen.

Den 30 österreichischen Unternehmen, die am Eröffnungsforum in Wien teilnahmen, erörterten Top-Vortragende aus dem NAFTA-Raum die Lage der Automobilindustrie in ihren Betreuungsbereichen. Unter anderem referierten Rafael Pinero (Generaleinkaufsdirektor von Volkswagen-Mexiko), Karl Richter (Präsident Automotive Group und Vice Chairman von Automotive Parts Manufacturers of Canada), Michael Robinet (Vizepräsident Global Forecasting CSM), sowie die WKÖ-Handelsdelegierten aus Mexiko, Chicago und Toronto (Franz Dorn, Gudrun Hager und Karl Schmidt).

Die generelle Devise für die rund 600 österreichischen Unternehmen der Automobilzulieferindustrie lautet ab sofort "Go West". Um dieser Devise auch gerecht zu werden, veranstaltet die AWO im März 2004 eine Wirtschaftsmission in die drei NAFTA-Staaten. Für Mexiko gilt, dass der Automarkt noch lange nicht gesättigt ist. Die meisten Big Player der Automobilindustrie, allen voran VW, produzieren bereits in eigenen Werken in Mexiko und sind auf hochqualitative Zulieferbetriebe angewiesen - eine Chance für österreichische Unternehmen. Für die USA gilt, dass durch die Expansion europäischer und japanischer Automobilhersteller in den Vereinigten Staaten auch neue Zuliefermöglichkeiten für Austro-Firmen entstehen. Die Vorteile für einen Markteintritt in Kanada liegen gegenüber den USA in günstigeren Lohn- und Lohnnebenkosten, aber auch in einer großzügigen Refundierung (bis zu 30%) von Forschungs- und Entwicklungsausgaben durch den kanadischen Fiskus. (BS)

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