Tumpel unterstützt den PflegerInnen-Nachwuchs

AK Wien schenkt Neuen in der Gesundheits-Ausbildung den "Pschyrembel" - Tumpel verlangt Offensive für qualifizierte Pflegeausbildung

Wien (AK) - "Ich verlange eine Offensive für qualifizierte Pflegeausbildung", sagt AK Präsident Herbert Tumpel, "sonst droht die Pflegekrise in Österreich." 3.000 Pflegefachkräfte fehlen schon jetzt in Österreichs Spitälern und Pflegeheimen. "Die Regierung tut nichts, um den wachsenden Pflegebedarf der Österreicherinnen und Österreicher zu erfüllen", kritisiert Tumpel heute im Wilhelminenspital bei einem Treffen mit den VertreterInnen der 1.390 AnfängerInnen in der Wiener Pflegeausbildung und an den medizinisch-technischen Akademien. Gemeinsam mit den Gewerkschaften der Wiener Pflegebediensteten schenkt die AK Wien allen Neuen in der Wiener Gesundheitsausbildung das Klinische Wörterbuch von Pschyrembel. "Das ist unser Beitrag für gute Ausbildung im Pflegebereich", sagt Tumpel, "von der Regierung verlange ich, dass sie etwas gegen den Abbau der Pflegeausbildung in den Bundesländern außerhalb Wiens tut. Und ich verlange, dass Berufsbilder und Ausbildung in der Pflege neu gestaltet werden."

"Es ist eine Leistung, heutzutage in einer Krankenpflegeschule, der medizinisch-technischen Fachdienstschule oder in einer medizinisch-technischen Akademie aufgenommen zu werden", gratuliert Tumpel den Neuen in der Wiener Gesundheitsausbildung. Nur Wien hat die Zahl der Ausbildungsplätze für PflegerInnen oder medizinisch-technische AssistentInnen nicht gekürzt. Anders ist es in den Bundesländern - weswegen viele von dort nach Wien zur Pflegeausbildung pendeln müssen. Tumpel verlangt von der Bundesregierung eine Offensive in qualifizierter Pflegeausbildung. Konkret muss sie etwas gegen den Abbau von Ausbildungsplätzen in der Pflege tun. Und den Weg der Regierung in die Zweiklassen-Medizin mit Selbstbehalten für jede ärztliche Leistung lehnt Tumpel ab: "Dann gibt es Behandlung nur noch für jene, die es sich leisten können."

"Bildung und Ausbildung sind der Schlüssel für gute Chancen im Beruf", sagt Tumpel, "wir von der Arbeiterkammer setzen uns dafür ein, dass alle Jungen die Chance auf Ausbildung haben." Die AK konnte durchsetzen, dass der Abschluss der Krankenpflegeschule als Voraussetzung für die Berufsreifeprüfung gilt. Aktuell will sie neue Berufsbilder, und die Ausbildung soll neu gestaltet werden. Zum Beispiel soll es berufsbildende Schulen mit Matura inklusive Pflegeausbildung geben - und den Ausbau der Fachhochschul-Angebote für Gesundheitsberufe.

Den "Pschyrembel" schenkt die AK Wien allen 1.390 Neuen in den Wiener Krankenpflegeschulen, der medizinisch-technischen Fachdienstschule und den medizinisch-technischen Akademien gemeinsam mit der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst. Das Wörterbuch ist das wichtigste Nachschlagewerk im medizinischen Bereich.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien
Peter Mitterhuber
Kommunikation
Tel.: ( ++43-1) 501 65 2347
peter.mitterhuber@akwien.at
http://www.akwien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0004