Pensionierungswelle verschärft Personalnot der Exekutive

Land und Gemeinden fordern dritten Gendarmeriekurs

Dornbirn (VLK) - Die Frühpensionierung von Exekutivbeamten
im Rahmen des Bundessozialplan-Gesetzes verschärft den Personalmangel bei der Gendarmerie weiter. Jeder dritte Gendarmerieposten in Vorarlberg weist im nächsten Halbjahr
eine Besetzungsquote von weniger als 80 Prozent aus. Land
und Gemeinden fordern daher rasche personelle
Ausgleichsmaßnahmen, so Sicherheitslandesrat Erich
Schwärzler und Gemeindeverbandspräsident Wilfried Berchtold
heute, Mittwoch, in Dornbirn. ****

"Gut ausgebildete Exekutivbeamte in Frühpension zu
schicken, ohne eine Antwort für die Gendarmerieposten und
Gemeinden zu haben, ist unverantwortlich", sagte
Schwärzler. Üblicherweise verzeichnet die Gendarmerie in Vorarlberg jährlich 20 bis 23 Pensionierungen. Heuer gibt
es insgesamt 53 Abgänge, davon sind 19 Bundessozialplan-Frühpensionisten. Der Fehlstand, der sich dadurch ergibt:
Von 686 Planstellen sind nur 650 tatsächlich besetzt, das
bedeutet eine landesweite Unterbesetzung von 36 Beamten.
Von den besetzten Planstellen sind 43 Schüler, 22
Karenzierungen, 9,95 Teilzeitbedienstete und 17 Zuteilungen
außer Landes.

Schon bisher war der Personalstand der Vorarlberger
Gendarmerie laut Landesgendarmeriekommandant Manfred Bliem
"am Limit". Jetzt wird die Arbeitsbelastung der
diensttuenden Beamten noch größer, es gibt kaum
Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung und mangelnde Vertretungsmöglichkeiten. Zusatzaufgaben wie z.B. Schwerpunktkontrollen oder die vorbeugende Tätigkeit der Gendarmerie insbesondere im Bereich des Jugendschutzes
können nicht im erforderlichen Ausmaß wahrgenommen werden.

Von Vorarlberger Seite wird daher dringend die
Durchführung eines dritten Gendarmeriegrundkurses im Jahr
2004 gefordert, betonte Landesrat Schwärzler. Weiters
bedürfe es einer mittelfristigen Personalplanung, um auf
absehbare personelle Engpässe zeitgerecht reagieren zu
können. Zudem wird die Zuteilung von Gendarmeriebeamten aus
anderen Bundesländern zusätzlich zu den bereits vom Innenministerium zugesagten Winterzuteilungen für die Tourismusregionen gefordert.
(gw,nvl)

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