Raschhofer: Ethische und rechtliche Fragen zur Stammzellenforschung nach wie vor ungeklärt

Keine EU-Gelder für embryonale Stammzellenforschung

Wien, 2003-11-19 (fpd) - Als bedauerlich bezeichnete heute die freiheitliche EU-Delegationsleiterin Daniela Raschhofer das Abstimmungsergebnis, wonach in Zukunft die Forschung an embryonalen Stammzellen mit Gemeinschaftsmitteln gefördert werden soll. *****

"Die EU stellt Mittel aus dem 6. Forschungsrahmenprogramm bereit, obwohl die Regelung zur embryonalen Stammzellenforschung sowohl in ethischer als auch in rechtlicher Sicht von Mitgliedsland zu Mitgliedsland verschieden ist. Dies ist bedauerlich, denn die Frage, wo die Grenze zwischen einem bloßen Zellhaufen und menschlichem Leben zu ziehen ist, bleibt unbeantwortet. Ohne Definition der ethischen Grundprinzipien ist es nicht akzeptabel, dass in einem Mitgliedstaat Forschung mit EU-Geldern finanziert wird, die in einem anderen Mitgliedstaat verboten ist", erklärte Raschhofer nach der heutigen Abstimmung.

Raschhofer, die mit einigen Kollegen Anträge zur verstärkten Förderung der adulten Stammzellenforschung eingebracht hat, bedauert, dass diese keine Mehrheit gefunden haben. Im Gegensatz zur embryonalen seien bei der adulten Stammzellenforschung bereits vorliegende Forschungserfolge zu verzeichnen. "Damit wird von Seiten der EU einem Forschungsansatz, der erfolg versprechend ist, nicht das notwendige Augenmerk geschenkt", so Raschhofer abschließend. (Schluss)

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