Leitl in NEWS: "Sozialpartner bei ÖBB-Streik zu spät gehört."

WK-Präsident ruft in NEWS "tollen Neubeginn" der Sozialpartnerschaft aus. Und kritisiert Schüssel

Wien (OTS) - In einem Interview in der Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt der Präsident der Wirtschaftskammer Christoph Leitl, dass "die Sozialpartnerschaft neu am Beispiel AUA bewiesen hat, dass sie es kann."

Angesprochen auf den Streik bei den ÖBB erklärt Leitl: "Wir hatten dort nichts verloren. Während bei der AUA Belegschaft und Management um Vermittlung ersucht haben, matchte sich in den ÖBB die Eisenbahnergewerkschaft direkt mit der Regierung. Erst sehr spät wurde ich gehört, als ich sagte, dass das neue Dienstrecht doch besser durch die betrieblichen Sozialpartner verhandelt werden sollte." Die Sozialpartner jedenfalls hätten sich längst von einer "Verteilungs- zu einer Gestaltungspartnerschaft gewandelt. Ein toller Neubeginn."

Auch offene Kritik an Bundeskanzler Wolfgang Schüssel kommt von Leitl: "Es ist heuer nicht alles optimal gelaufen. Sonst hätten wir nicht Streiks, die viele Millionen Euro vernichtet haben. Und was ist daraus die Erkenntnis? Dass man sich zusammensetzen muss. Ohne das funktioniert der Staat nicht." Aber der Bundeskanzler habe "eingesehen, dass es im Konsens vielleicht etwas länger dauert, dass die Lösung dann aber akzeptiert wird."

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