Pittermann: Bei Anzeichen eines Schlaganfalls Rettung rufen

Ski-Star Günther Mader spricht über seine überstandene Krankheit

Wien (OTS) - Wenige Wochen nach dem Ende seiner aktiven Karriere erlitt Günther Mader im März 1998 eine Schlaganfall. Er war halbseitig gelähmt, erkannte seine Frau und seine Kinder nicht mehr und musste in monatelanger Rehabilitation wieder Gehen und Sprechen lernen ( http://www.guenthermader.at/ ). Detailliert spricht Günther Mader über die schwerste Zeit seines Lebens. "Ich hoffe, dass ich mit meinem Buch Menschen Mut und Zuversicht geben kann, die sich selbst in schwierigen Lebenssituationen befinden." (Günther Mader, Über Leben, Edition Gutenberg 2003, EUR 25)

Jährlich erleiden in Österreich bis zu 20.000 Menschen einen Schlaganfall, allein in Wien sind es 3.750 Personen im Jahr. Der so genannte Hirninfarkt ist in unserer Gesellschaft die häufigste Ursache für eine bleibende Behinderung. An die 100.000 Menschen leben österreichweit mit den Folgen eines Schlaganfalls, jedoch ein Drittel der Bevölkerung ist im weiteren Sinn betroffen: als Patient oder Angehöriger. "Das Erkrankungsrisiko bis zum 85. Lebensjahr beträgt 25 %, das bedeutet, dass eine von vier Personen einen Schlaganfall erleidet", erklärt Gesundheitsstadträtin Dr. Elisabeth Pittermann.

In Österreich wird diesen Erkenntnissen bereits seit Jahren Rechnung getragen. Besonders die Stadt Wien nimmt auf dem Gebiet der Schlaganfallversorgung und -prävention eine Vorreiterrolle ein.

Was passiert beim Hirninfarkt?

Beim Schlaganfall handelt es sich um eine Mangeldurchblutung des Gehirns, weil entweder ein zum Gehirn führendes Blutgefäß plötzlich verstopft wird oder eine Blutung durch einen plötzlichen Riss eines Blutgefäßes im Gehirn hervorgerufen wird.

Die vier häufigsten Ausfallserscheinungen bei einem sich anbahnenden Schlaganfall sind:

o Eine plötzlich auftretende Schwäche auf einer Körperseite. Die Schwäche kann alle Bereiche des Körpers (Gesicht, Arm oder Bein) betreffen oder aber einen bzw. zwei Bereiche des Körpers. Die Schwäche kann gering ausgeprägt sein oder aber zu einer hochgradigen Schwäche führen, sodass der Betroffene kaum Bewegungen ausführen kann. o Ein plötzlich auftretendes Taubheitsgefühl auf einer Körperhälfte. o Eine plötzlich auftretende Sehstörung (auf einem Auge oder nach einer Seite). o Eine plötzlich auftretende Sprachstörung: Die Sprache ist oft schwer verständlich oder unverständlich, es werden falsche Wörter gebildet. Das Sprachverständnis ist gestört. Der Betroffene hat Schwierigkeiten Anweisungen ("Heben Sie den linken Arm") zu befolgen.

Rasche medizinische Versorgung verbessert Überlebenschancen

"Tritt auch nur eines der typischen Schlaganfall-Merkmale auf, muss jede Zeitverzögerung vermieden werden", betont Elisabeth Pittermann. "Patienten, die innerhalb von drei Stunden im Krankenhaus eintreffen und dort in speziellen Schlaganfall-Einrichtungen behandelt werden, haben bessere Überlebens- und Rehabilitationschancen".

Im Jahr 1999 wurde der Wiener Schlaganfall-Plan entwickelt und sah einerseits die Schaffung von 40 Stroke Unit Betten und andererseits die enge Vernetzung zwischen dem Rettungswesen und den Stroke Units vor. Ziel des Plans war, dass ein möglichst großer Teil der PatientInnen innerhalb des therapeutischen Fensters von drei Stunden an einer Stroke Unit aufgenommen wird. (Schluss) vim

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