Broukal: Warum sieht Minister Gorbach zu, wenn die ÖVP die Bahn zerstört?

Bahnreform wird zur Erhöhung der Kosten und zur Verteuerung der Tarife führen

Wien (SK) Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die geplante ÖBB-Reform weitgehend ein politischer Willkürakt sei, dann habe ihn gestern der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Lorenz Fritz, geliefert, erklärte SPÖ-Abgeordneter Josef Broukal Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Auf die Frage, warum bei der Neustrukturierung der ÖBB eine schwache Holding vorgesehen ist, hat nämlich Fritz mit dem offenherzigen Hinweis geantwortet: 'Weil die Gewerkschaften eine starke Holding wollten.'" ****

Broukal wies darauf hin, dass sich Verkehrsminister Gorbach immer mehr zum Handlanger jener Kreise in der ÖVP mache, die eine offensive ÖBB-Zerstörungsstrategie fahren. Die geplante Neustrukturierung der ÖBB werde - wie sich aus jüngsten Analysen der wirtschaftlichen Auswirkungen der so genannten "ÖBB-Reform" ergibt -, zur Erhöhung der Kosten (etwa durch die geplante Verteuerung der Schienenmaut) führen, gleichzeitig werde es nach Berechnungen der Arbeiterkammer eine Erhöhung der ÖBB-Tarife im Personenverkehr von mehr als 30 Prozent geben. Broukal: "Wenn damit die Steuerzahler doppelt belastet werden, stellt sich die Frage, wozu man dann eine solche Reform überhaupt durchführt." (Schluss) ns/mp

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