Fachverband Bekleidungsindustrie an EU: Auf Worte müssen Taten folgen

EU-Kommissionsbericht über Wettbewerbsfähigkeit der EU-Bekleidungs- (und Textil) Industrie: Notwendige Rahmenbedingungen schaffen um Wettbewerbsfähigkeit zu stärken

Wien (PWK816) - "Auf Worte müssen nun Taten folgen" so Wolfgang Sima, Obmann des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie und Geschäftsführer der Firma Gloriette. Daher fordere die österreichische Bekleidungsindustrie von der EU-Kommission die Modernisierung des Präferenzzollrechts für die paneuropäische Kumulierung betreffend Rumänien und Bulgarien. Beide Staaten seien von wachsender Bedeutung für die Vergabe von Lohnaufträgen und werden noch nicht im Mai 2004 zu EU-Mitgliedern. Eine Realisierung der Forderung des Fachverbandes der österreichischen Bekleidungsindustrie würde bedeuten, daß beispielsweise bei Einsatz von Funktionstextilien aus Japan oder Taiwan für die Produktion von Sportbekleidung zukünftig kein Zoll mehr bei Rückbringung aus der Lohnfertigung aus Rumänien oder Bulgarien anfallen würde. Der selbe Vorteil würde auch bei Einsatz asiatischer Futterstoffe, Seidenstoffe, Baumwollstoffe, etc. gegeben sein. Es würde also die Wettbewerbsfähigkeit in zahlreichen Fällen verbessert werden.
Auch sollte für textile Gewebe als Produkt einer kapitalintensiven Industrie der Status als hochsensible Produkte im Präferenzzollsystem für Entwicklungsländer (GSP) aberkannt werden. Dadurch würde der Bezug derartiger Gewebe kostengünstiger. Des weiteren wird auch eine Ausdehnung des Präferenzzollraumes der paneuropäischen Kumulierung auf die Staaten des früheren Jugoslawiens (Kroatien, Serbien, etc.) gefordert.
Der gegenständliche EU-Bericht setzt auch einen Schwerpunkt zum Thema der Höherqualifizeriung der Mitarbeiter in den Unternehmen. "Wir fordern daher, daß die EU dieses grundsätzliche Bekenntnis in der Realität umsetzt und fachspezifische Weiterbildungsseminare der Verbände fördert", stellt Dr. Pitnik, Geschäftsführer des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie fest. "Die bisher angebotenen EU-Programme sind leider nicht auf die Bedürfnisse der klein- und mittelständisch strukturierten Bekleidungsindustrie zugeschnitten." Zum Thema Marktzutritt in Drittstaaten drängt Sima darauf, daß sich die EU-Kommission für die Beseitigung der GOST-Zertifizierung in Rußland einsetze. Im übrigen solle die Thematik Marktzutritt nicht überbewertet werden, da die meisten Entwicklungsländer kein Marktpotential für europäische Markenprodukte seien. (us)

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