OECD-Umweltprüfbericht stellt Österreichs Wirtschaft ein gutes Zeugnis aus

OECD lobt Engagement der Industrie und anhaltend hohe Investitionen in den betrieblichen Umweltschutz - Schwarzer: Nunmehr Haushalte gefordert

Wien (PWK815) - "In Österreich ist ein starker Trend in Richtung Entkopplung der Umweltbelastung vom Wirtschaftswachstum festzustellen. Der Energie- und Materialverbrauchs und die durch die Wirtschaft verursachte Umweltverschmutzung sind weiter zurückgegangen," heißt es anerkennend im soeben veröffentlichten OECD-Umweltprüfbericht über Österreich, der den Zeitraum 1995 bis 2002 umfasst.

Österreich werden u.a. strenge Luftqualitätsnormen, eine hohe Wasserqualität dank Vorflutern, der Anschluss von 85 % der Haushalte an das Kanalsystem und ein hoher Grad an Wiederverwertung bei verschiedenen Abfallströmen attestiert. Dieser Erfolg resultiere nicht zuletzt aus dem Bekenntnis der Industrie zum Umweltfortschritt und den seit Jahren hohen Investitionen in den betrieblichen Umweltschutz.

Österreichs Umweltpolitik, so heißt es im Kapitel "Schlussfolgerungen und Empfehlungen", war und ist recht wirkungsvoll bei der Erreichung zahlreicher anspruchsvoller Umweltziele. Die Ausgaben für Schadstoffverminderung und Schadstoffkontrolle überschritten seit 1990 2,1 Prozent des BIPs, womit Österreich zu den OECD-Ländern mit den prozentuell höchsten Ausgaben in diesem Bereich zählt. Das Schwergewicht der Ausgaben hat sich schrittweise von Luftreinhaltung und Wasserbewirtschaftung in Richtung Abfallwirtschaft verlagert. Die österreichische Umweltpolitik beruhe auf detaillierten gesetzlichen Bestimmungen, gezielter Investitionsförderung, dem Einsatz der besten verfügbaren Technologie sowie gut fundierten Verwaltungsbehörden für den Umweltbereich auf Bundes- und Landesebene.

Obwohl die Werte für SO2, NOx und CO2-Emissionen zu den niedrigsten (sowohl pro Kopf als auch gemessen am BIP) innerhalb der OECD zählen, gelinge es Österreich andererseits nicht, seine national sehr hoch gesteckten Emissionsreduktionsziele zu erreichen. Da Energieeffizienzsteigerungen und Emissionsreduktionen nicht nur auf betrieblicher Ebene von Bedeutung sind, sollten in den nächsten Jahren die Effizienzsteigerungspotenziale in den Haushalten stärker genutzt werden. "Bewusstseinsbildung, Motivation zur effizienten Energienutzung und Ausbau neuer Formen der Mobilität sollen daher die Ziele der Umweltpolitik der nächsten Jahre werden", so der Umweltexperte der Wirtschaftskammer Österreich, Stephan Schwarzer. (hp)

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