Grüne: Grinzinger Busgarage - Chance für autofreies Grinzing verspielt!

Schennach kritisiert fehlendes Oberflächenkonzept und prognostiziert Heurigensterben.

Wien (Grüne) - "Die heutige Eröffnung der Grinzing-Busgarage ist eine ‚Eröffnung Fatale'", meint der Klubobmann der Döblinger Grünen, Stefan Schennach. "Die neuen Schildbürger der Kommunalpolitik bejubeln das Monstrum im Herzen des Heurigendorfes Grinzing, das fatale Auswirkungen haben wird: Zunahme des Verkehrs, Begünstigung des Lokalsterbens kleiner, nicht auf Bustourismus ausgerichtete Heuriger und Gefahr für die Empfehlung, Grinzing zum Weltkulturerbe zu erheben", so Schennach. "Dafür feiert heute die Politik jenseits der Grünen und der Bürgerinitiative den Sieg über den 30jährigen gutbegründeten Widerstand gegen ein Projekt blanker Unvernunft".

Schennach weist darauf hin, dass sich gerade zuletzt wieder eine Reihe von Winzern zu Wort gemeldet und die Busgarage als "Symbol der Dummheit" bezeichnet haben. "Wenn die Förderung Grinzings sich auf die Schaffung von Großheurigen mit Disneyland-Charakter beschränkt und die historische Heurigenstruktur zum Verschwinden gebracht werden soll, dann macht die Garage einen Sinn", so Schennach.

Zudem kritisiert Schennach, dass aufgrund des nicht nennenswerten Oberflächenkonzepts die Aussicht auf Verminderung der Auto-Stellplätze in Grinzing auf Null gesunken ist. Schennach: "Wenn es gut geht, dann wird für einen Bus maximal ein halber PKW an Stellfläche eingespart. Das ist ein fatales Verkehrskonzept, das allen internationalen Bemühungen zur Rettung historischer Zentren widerspricht." Er erinnert dabei an Pläne, die etwa das Grinzinger Platzl komplett zur Flaniermeile machen wollte. "Nichts ist geschehen außer der Bau eines Undings, das in seinen Ausmaßen wie die sprichwörtliche Faust aufs Aug' wirkt", so Schennach.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat, Grüner Klub im Rathaus, Tel.: 4000 - 81814, http://wien.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0001