Defibrillatoren für 49 städtische Amtshäuser

Wien (OTS) - 49 größere städtische Amtshäuser, vom Rathaus über die Magistratischen Bezirksämter bis zum Amtshaus Muthgasse, werden derzeit mit insgesamt 76 Defibrillatoren ausgestattet. Diese Geräte, kurz Defis genannt, können bei einem Herz-Kreislaufstillstand durch sofortigen Einsatz Leben retten.****

Defibrillatoren sind, sehr vereinfacht gesagt, Geräte, deren Elektroden im Brustbereich angelegt werden und dem Herzen einen Stromstoß versetzen, damit es wieder zu schlagen beginnt. Wird ein Defi bei einem Menschen mit akutem Herzversagen innerhalb von 3 Minuten eingesetzt, verbessern sich die Überlebenschancen auf bis zu 70 Prozent.

Defis sollten am besten von entsprechend geschulten Menschen angewendet werden, können aber auch - da die Geräte sprachgeführt sind, d.h. nach dem Einschalten selbst Anweisungen geben - von Laien bedient werden. Der Defibrillator erkennt nach dem Anlegen selbst, ob der Notfallpatient tatsächlich einen elektrischen Impuls braucht oder nicht, es kann also keine Fehlbehandlung erfolgen: Stellt das Gerät kein Kammerflimmern fest, so ist es automatisch gesperrt.

Um im Ernstfall richtig helfen zu können, werden Mitarbeiter/innen der Stadt Wien, die bereits jetzt als Ersthelfer/innen ausgebildet sind, im Umgang mit den neuen Defis geschult.

Trotz Defi Rettung 144 verständigen

Nicht in jedem Notfall wird jedoch ein Kunde im Amtshaus, vor dessen Augen gerade ein anderer Mensch zusammenbricht, raschest eine/n Ersthelfer/in finden. Sondern das möglicherweise lebensrettende Gerät selbst einsetzen. Nun werden zwar mit den Defis Plakate der Firma Zoll Medical Corporation zur Bedienungsanleitung mitgeliefert - die wird jedoch im Akutfall wegen der Länge des Textes keine/r lesen. Daher weist die Stadt Wien zusätzlich auf den Plakaten auf die richtige Vorgangsweise hin:

o Rettung verständigen (Notruf 144)
o Gerät von der Wand nehmen
o einschalten
o Den akustischen und optischen Anweisungen folgen.

Damit Kund/innen, aber auch die Mitarbeiter/innen der Stadt Wien Informationen über Sinn und Wirkungsweise der Defis erhalten, wurden von der MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement entsprechende Flugblätter produziert. Auch hier gilt: Im Ernstfall liest sich wohl niemand einen Text durch - daher sollte man sich schon ohne konkreten Anlass via Flugblatt über die Bedienung des Defis informieren.

Das Projekt Defibrillatoren in Amtshäusern wurde von der Magistratsdirektion initiiert und von der MD-BG Berufliche Gesundheitsförderung gemeinsam mit der MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement, der MA 70 - Rettungs- und Krankenbeförderungsdienst der Stadt Wien und der MD-Verwaltungsakademie (für die Ausbildung) durchgeführt. Defis bei der Stadt Wien gibt’s nicht nur in städtischen Amtshäusern, sondern zum Beispiel auch bei den städtischen Bädern und beim Sportamt.

Der Name Defibrillator leitet sich übrigens von Defibrillation = "Entflimmern" ab, schreibt die Mitarbeiter/innenzeitung wien.at aktuell.

Infos im Internet:
o http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink?SEITE=020030407006
o http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink?SEITE=020030129009
o http://www.gesund.co.at/ ("Defibrillatoren" eingeben)
o http://www.netdoktor.at/lupe/herztot/volksdefibrillator.htm (Schluss) hrs

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Helga Ruzicka-Stanzel
Tel.: 4000/81 856
ruz@m53.magwien.gv.at
Ing. Herbert Auweck
MD - Berufliche Gesundheitsförderung
Tel.: 01/4000-75061
auw@mbg.magwien.gv.at
Ing. Augustin Schantl
MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement
Tel.: 01/4000-34111
augustin.schantl@m34.magwien.gv.at

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