Bartenstein beim CEI-Wirtschaftsgipfel in Warschau

Österreich einer der wichtigsten Investoren in Zentral- und Osteuropa

Wien (BMWA/OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein wird am 20. November 2003 am Wirtschaftsgipfel der Zentraleuropäischen Initiative (CEI) in Warschau teilnehmen. Zentrales Thema der Veranstaltung ist die Rolle ausländischer Direktinvestitionen für die CEI-Mitgliedsstaaten im Hinblick auf die bevorstehende EU-Erweiterung. Bei dieser Gelegenheit wird Bartenstein auch zu Arbeitsgesprächen mit dem polnischen Vizepremier und Wirtschafts-, Arbeits- und Sozialminister Jerzy Hausner sowie dem polnischen Staatssekretär Jaroslaw Pietras zusammentreffen. Im Mittelpunkt der Gespräche werden unter anderem eine Analyse der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und Möglichkeiten für deren Intensivierung sowie aktuelle Fragen im Zusammenhang mit dem EU-Beitritt Polens stehen. ****

Die CEI ist die älteste und größte Kooperationsstruktur zwischen Regierungen in Mitteleuropa und wurde 1989 gegründet. Derzeit gehören ihr Österreich, Albanien, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Italien, Kroatien, Mazedonien , Moldau, Polen, Rumänien, Serbien und Montenegro, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik, Ungarn und die Ukraine an.

Überdurchschnittliche Wachstumsraten in den meisten CEI Mitgliedstaaten sowie die positiven Erfahrungen im Zuge des EU-Beitrittsprozesses der zentraleuropäischen Länder unterstrichen in der Vergangenheit die große Bedeutung ausländischer Investitionen im Aufhol- und Umstrukturierungsprozess der Länder. Sie waren wesentlich an der Schaffung und Stabilisierung der notwendigen politischen, wirtschaftlichen sowie institutionellen Rahmenbedingungen beteiligt. Zukünftige ausländische Investitionstätigkeiten werden sich schwerpunktmäßig insbesondere auf den südosteuropäischer Raum konzentrieren. Österreich zählt dabei zu den wichtigsten ausländischen Investoren in Zentral- und Osteropa: Im Jahr 2002 gingen mit über 3 Milliarden Euro mehr als die Hälfte der österreichischen Auslandsinvestitionen in diese Länder, davon 89 % in CEI-Mitgliedsstaaten. In Slowenien und Kroatien führt Österreich die Liste ausländischer Investoren mit einem Anteil von 32 % bzw. 29 % an.

Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen mit Polen haben sich seit der politischen Wende aus österreichischer Sicht äußerst positiv entwickelt. Das Handelsvolumen hat sich seit der Öffnung des polnischen Marktes mehr als verdreifacht und ist im Vorjahr auf rd. 2,2 Milliarden Euro gestiegen.: Im Jahr 2002 hatten die österreichischen Exporte nach Polen ein Volumen von rund 1,3 Milliarden Euro (+7,1% gegenüber 2001). In den ersten 8 Monaten dieses Jahres stiegen die österreichischen Ausfuhren um 2,0 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf rd. 871 Millionen Euro an. Die Importe aus Polen waren im letzten Jahr mit rd. 926 Millionen Euro leicht rückläufig, verzeichneten jedoch in den ersten 8 Monaten dieses Jahres mit +7,4% einen neuerlichen Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Von großer Bedeutung für die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sind die Investitionen österreichischer Firmen in Polen: Österreich hält mit rd. 2 Milliarden Euro Investitionsvolumen einem Anteil von 4 % an den Gesamtinvestitionen ausländischer Unternehmen in Polen. Bevorzugte Bereiche österreichischer Investitionen in Polen sind Bau-und Bauzulieferindustrie, Banken und Versicherungswesen, Holz, Papier, Verpackungen und Kunststoffe.

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