Sacher: Niederösterreich von Transithölle bedroht

Im kommenden Jahr wird mit einer Vervierfachung der LKW-Transitfahrten durch Österreich gerechnet

St. Pölten (SPI) - "Niederösterreich ist von der Transitproblematik doppelt betroffen. Zum Einen haben wir die direkte Grenze zu den neuen EU-Staaten, zum Anderen wird mit einer Explosion der Transitfahrten in Österreich durch das Ende der Ökopunkteregelung gerechnet", so der Verkehrssprecher der SPÖ Niederösterreich und Zweite Präsident des NÖ Landtages LAbg. Ewald Sacher. Aus dem Verkehrsministerium wird verlautbart, dass - im Fall des Scheiterns der Gespräche zwischen Österreich und der EU , was sehr wahrscheinlich ist - im kommenden Jahr mit 6,2 Millionen LKW-Fahrten durch Österreich zu rechnen ist. Das entspricht einer Vervierfachung des derzeitigen LKW-Verkehrsaufkommens. Für das Jahr 2005 wird sogar mit einer explosionsartigen Entwicklung auf 10,4 Millionen Fahrten gerechnet. "Dafür ist weder das Verkehrsnetz ausgerichtet, noch ist es der Bevölkerung zumutbar. In zahlreichen Gemeinden gibt es noch immer keine Umfahrungen, was ein derartiges Transitaufkommen für die Bewohner bedeutet, kann man sich unschwer vorstellen", so Sacher weiter.****

Ebenfalls problematisch ist die LKW-Maut, die ab kommenden Jahr elektronisch pro gefahrenem Kilometer eingehoben werden soll. Hier gibt es ebenfalls Unklarheiten mit der EU, die möglicherweise zu einer Verzögerung bei der Einführung des Road-Pricings führen können. "Die österreichische Regierung hat hier eindeutig die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Der Ausbau des Straßennetz zu tragfähigen Verbindungen, die auch die Bevölkerung so weit wie möglich entlasten würden, wurde verschlafen und die Abklärung der brennendsten Fragen mit der EU wurde verzögert. Wenn nur 5 Wochen vor der geplanten Einführung der LKW-Maut noch offene Fragen zu klären sind und die EU eine Vertragsverletzungsverfahren überdenkt, kann in der Verkehrspolitik der Bundesregierung eindeutig etwas nicht stimmen. Es ist bereits eine Minute vor 12 Uhr, hier von dringendem Handlungsbedarf zu sprechen ist ja beinahe schon eine Verharmlosung", so Sacher abschließend.
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